Rund ums Zechengelände
Betonsperren blockieren Tuner

Ahlen -

Ein Tuningtreffen ohne Voranmeldung? Geht gar nicht, sagt die Verwaltung, erst recht nicht in Coronazeiten. Deswegen ist die Zufahrt zur Zeche bis Montagmorgen gesperrt.

Samstag, 03.10.2020, 12:16 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 09:59 Uhr
Betonsperren vor der Lohnhalle der Zeche Westfalen im Licht der Straßenbeleuchtung. An ihnen ist kein Vorbeikommen.
Betonsperren vor der Lohnhalle der Zeche Westfalen im Licht der Straßenbeleuchtung. An ihnen ist kein Vorbeikommen. Foto: Ralf Steinhorst

Die Ankündigung eines Treffens der Auto-Tuning-Szene auf der Zeche Westfalen hatte vor dem Wochenende die Verwaltung aufhorchen lassen. Aus verschiedenen Gründen wollte sie die nicht beantragte und daher nicht genehmigte Versammlung verhindern und fuhr dazu schweres Geschütz auf.

Das hat die Form von mehreren Betonsperren, die die Zufahrt der Straße Zeche „Westfalen“ sowohl von der Stapelstraße als auch von der Bergamtsstraße von Freitag bis Montag, 6.30 Uhr, blockieren, um die Durchfahrt zu verhindern. Eine Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge und für Gäste und Bedienstete des „Shim Sham“ ist allerdings gesichert.

Ein Blick von der Bergamtsstraße: Auch hier versperren Betonhütchen den Weg für Autos.

Ein Blick von der Bergamtsstraße: Auch hier versperren Betonhütchen den Weg für Autos. Foto: Ralf Steinhorst

Zudem ist der Kreis Warendorf im Umfeld des Zechengeländes mit Geschwindigkeitsmessungen präsent, auch werden mögliche Ausweichorte für das Tuningtreffen von der Polizei regelmäßig inspiziert.

In einer Mitteilung führte die Stadt drei Gründe für die umfangreiche Maßnahmen auf: Zum einen könne ein solches Treffen vor dem Hintergrund der Coronaschutzbestimmungen nicht stattfinden, zumal der Veranstalter auch gar nicht bekannt sei. Zum anderen wolle die Stadt Vorsorge für die Nachbarschaft treffen, die in der Vergangenheit bei diesen Treffen unter Lärmemissionen zu leiden hatte. Auch sollen die starken Verunreinigungen als weitere Begleiterscheinung vermieden werden.

Martin Schnafel, Leiter des Verkehrsdienstes der Kreispolizei, stufte die Lage am Freitagabend vor Ort als ruhig ein: „Auch im Umfeld haben wir nichts festgestellt.“ Trotzdem werde die Polizei auch am Samstagabend die Entwicklung weiter beobachten.

 

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