In der „Westfalen-Kaserne“
Jägertruppe auf Erinnerungstafel verewigt

Ahlen -

Zu den Verbänden, die einst in der „Westfalen-Kaserne“ beheimatet waren, gehört auch das 1990 aufgelöste Jägerbataillon. Daran wird nun auf einer Tafel erinnert.

Dienstag, 06.10.2020, 08:56 Uhr
Die Jägertruppe hat jetzt ein eigenes Erinnerungsschild in der „Westfalen-Kaserne“: Hauptmann a.D. Manfred Pütter, Stabsfeldwebel Thorsten Beste, Oberfeldwebel d.R. Thomas Kras, Hauptmann a.D. Karl Bielemeier, Oberstleutnant d.R. Wilfried Schmidt und Oberstabsfeldwebel a.D. Hubert Koch (v.l.).
Die Jägertruppe hat jetzt ein eigenes Erinnerungsschild in der „Westfalen-Kaserne“: Hauptmann a.D. Manfred Pütter, Stabsfeldwebel Thorsten Beste, Oberfeldwebel d.R. Thomas Kras, Hauptmann a.D. Karl Bielemeier, Oberstleutnant d.R. Wilfried Schmidt und Oberstabsfeldwebel a.D. Hubert Koch (v.l.). Foto: Christian Wolff

Es ist nun 30 Jahre her, dass das Jägerbataillon 531 aufgelöst wurde. Seit dem Jahr der Wiedervereinigung 1990 gibt es diesen Verband nicht mehr. Grund genug für eine Gruppe ehemaliger Ahlener Soldaten, an diesen wichtigen Teil der Standortgeschichte auch optisch zu erinnern.

Zum dritten Mal wurde in diesen Tagen ein entsprechendes Erinnerungsschild auf dem Gelände der „Westfalen-Kaserne“ angebracht. Das erste Schild war jenes der Brigade 19, dann wurde eines für das Panzergrenadierbataillon 191/192 angebracht. Jetzt kam das Jägerbataillon als dritter ehemaliger Verband aus Ahlen hinzu.

Entworfen wurden zwei der Erinnerungsschilder – Brigade 19 und Jägertruppe – von Hauptmann a.D. Manfred Pütter , da die Wappen nicht mehr als Originalvorlage existierten. In die Umsetzung war auch die IG Ahlener Panzergrenadiere maßgeblich eingebunden.

Pütter entwarf die Wappenvorlage

„Nachdem die Vorlagen entworfen und gestaltet waren, übernahm der Vorhelmer Betrieb Steinkamp die finale Schilderstellung“, lobte Thomas Kras , Vorsitzender des Freundeskreises Ahlener Soldaten. „Unserer regelmäßigen Donnerstags-Runde gehören auch einige Ehemalige des Jägerbataillons an. Aus diesen Reihen wurde nun das dritte Wappen gespendet und angebracht.“ Stabsfeldwebel Thorsten Beste und Thomas Kras nahmen gemeinsam die Montage an einem Findling vor.

Rundes Bild der Erinnerungsarbeit am Standort

Mit dieser Maßnahme gibt es nun ein rundes Gesamtbild der ehemaligen Ahlener Verbände am Standort. Begonnen hatte die Erinnerungsarbeit mit einer Gedenkstätte für gefallene und verstorbene Soldaten der Garnison. Weiter ging es mit der Beschaffung eines ehemals im Einsatz eines Panzergrenadierbataillons befindlichen Schützenpanzers vom Typ „Marder“. Die Schilderanbringung sehen die Protagonisten als vorläufigen Abschluss der historischen Aufarbeitung, die insbesondere heutigen aktiven Soldaten die Geschichte der „Westfalen-Kaserne“ näherbringen soll. Heute ist dort das Aufklärungsbataillon 7 ansässig. „Ich freue mich, dass uns dieses sehr aufgeschlossen gegenübersteht und sämtliche Aktionen voll unterstützt hat“, schloss Kras.

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