Neuer Wertstoffhof am Standort Ostberg
Anfang November am Start

Ahlen -

Anfang November soll Ahlens neuer Wertstoffhof am Ostberg eröffnen. Viele steuern ihn schon jetzt an. Und müssen dann doch rüber zum Altstandort.

Donnerstag, 15.10.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 15.10.2020, 09:10 Uhr
Falsche Adresse. Noch! Der Wertstoffhof zieht erst Anfang November von der Alten Beckumer Straße zum Ostberg.
Falsche Adresse. Noch! Der Wertstoffhof zieht erst Anfang November von der Alten Beckumer Straße zum Ostberg. Foto: Ulrich Gösmann

Kein Tag ohne Irrläufer, die mit Laub, durchgelegenen Matratzen oder Elektroschrott den neuen Baubetriebs- und Wertstoffhof am Ostberg ansteuern – und rüber zur Alten Beckumer Straße geschickt werden. Hinter der Eröffnung der zentralen Anlaufstelle steht jetzt ein greifbarer Zeitraum: „Wir werden Anfang November am neuen Standort starten“, signalisiert Bernd Döding , Leiter der Ahlener Umweltbetriebe.

Warum der Nachzügler und letzte Kandidat im Kreise der Umzügler so lange braucht? Döding nennt grundlegende Änderungen in den Prozessabläufen. Und Corona.

Neu ist allem voran der bargeldlose Zahlungsverkehr. Künftig läuft‘s wie im Parkhaus. Wer sich seiner Last entledigt hat, schiebt zu guter Letzt einen Coin in den Automaten, der am Ausgang die Schranke öffnet. Bargeldloses Zahlen – im Zeitalter der Pandemie von neuer Aktualität. Waage, Handheals, Automaten: Drei Stationen, die synchron laufen müssen. „Da es sich hier um verschiedene Lieferanten handelte, kam es durch die Corona-Pandemie zu erheblichen Zeitverzögerungen“, erklärt die Verwaltungsvorlage zur nächsten Sitzung des Betriebsausschusses (Dienstag, 27. Oktober, 17 Uhr, Ratssaal).

Neu ist auch das zweispurige Zufahrtssystem. Eine Infobrücke signalisiert, wer sich wo aufzustellen hat. Eine Bahn für die, die beispielsweise mit Hänger zunächst auf die Waage müssen, eine andere ohne Gewichtskontrolle. Die Installation der Infobrücke soll in den nächsten Tagen erfolgen.

Wir laufen dann mit der Abfall-Wirtschafts-Gesellschaft synchron.

Bernd Döding

Was zu zahlen ist, wird künftig an Fahrzeugtypen festgemacht – und nicht an abzuschätzenden Litern. Döding: „Wir laufen dann mit der Abfall-Wirtschafts-Gesellschaft synchron.“ Auch das sei längst überfällig.

Neben letzten Arbeiten, in die auch Erkenntnisse aus dem einwöchigen Probebetrieb bei der Grünschnittannahme im Frühsommer eingeflossen sind, steht jetzt noch der Satzungsbeschluss des Stadtrates Ende Oktober aus. Sobald dafür die politischen Hände gehoben sind, können sich auch die Schranken am Ostberg für den Anlieferverkehr öffnen. Bis dahin nimmt alles auf dem Recyclinghof an der Alten Beckumer Straße seinen gewohnten Gang. Mit der Neueröffnung stellt er dann seinen Betrieb ein.

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