Zahlen steigen weiter
Hochzeitsfeier in Hamm war ein Infektionsherd

Ahlen -

Der Kreis Warendorf meldet am Donnerstag (15. Oktober) erneut einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen. Im Vergleich zum Vortag wurden 28 weitere Coronavirusfälle registriert, davon allein 18 in Ahlen.

Donnerstag, 15.10.2020, 15:48 Uhr aktualisiert: 20.10.2020, 12:05 Uhr
Neu: die städtische Empfehlung, die Maske auf dem Wochenmarkt gar nicht erst abzunehmen.
Neu: die städtische Empfehlung, die Maske auf dem Wochenmarkt gar nicht erst abzunehmen. Foto: Ulrich Gösmann

Die Hoffnung auf eine Trendumkehr, die am Mittwoch nach einem leichten Rückgang der Corona-Fallzahlen aufgekeimt war, hat sich nicht erfüllt. Am Donnerstag meldete das Kreisgesundheitsamt für Ahlen wieder auf einen Schlag 18 Neuinfektionen. Ihnen stehen zwei Gesundungen gegenüber, so dass die Zahl der akut Erkrankten im Saldo um 16 auf 88 gestiegen ist. Kreisweit wurden im Vergleich zum Vortag 28 neue Fälle registriert, der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt nun 44,3 nach 37,4 am Mittwoch.

Die Neuinfektionen sind nach Auskunft von Kreissprecher Thomas Fromme unterschiedlichen Ursprungs. Ein Schwerpunkt: eine Hochzeitsfeier, die am vergangenen Samstag (10. Oktober) in Hamm stattgefunden hat. Etwa die Hälfte der 150 Gäste kam aus dem Kreis Warendorf und von diesen wiederum die meisten aus Ahlen, von denen bisher drei positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Für 71 Kontaktpersonen mit Bezug zur Wersestadt wurde laut Fromme eine Testung angeordnet. Sie mussten sich in häusliche Quarantäne begeben.

Infektionsketten nicht immer nachvollziehbar

Offensichtlich ist, dass größere private Feiern potenziell in erheblichem Ausmaß zur Verbreitung des Virus beitragen. Wo sich aber die bereits infizierten Teilnehmer zuvor angesteckt haben, ist im Einzelfall nicht immer nachvollziehbar. „Irgendwann“, sagt Thomas Fromme, „lässt sich das nicht mehr zurückverfolgen bis zum Patienten Null.“ Möglich wäre es, dass bestimmte Infektionsketten schon vor Wochen mit Reiserückkehrern aus Risikogebieten ihren Anfang genommen haben.

Für Ahlen hatte Fromme auch eine gute Nachricht: Bei sämtlichen Kontaktpersonen eines positiv getesteten Schülers der Fritz-Winter-Gesamtschule sind die Abstriche negativ ausgefallen. Die Ergebnisse der Tests im Umfeld je eines Schülers des Berufskollegs Ahlen und der Marienschule sowie eines Kindes aus der Kita „Ostwall“ stehen noch aus.

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