Zurück aus den Herbstferien
In drei Schulen lässt es sich schwer lüften

Ahlen -

Masken auf – und zwischendurch auch die Fenster: Ahlens Schüler kehren am Montag aus den Herbstferien in ihre Klassen zurück. In elf Schulen soll das Lüften problemlos funktionieren. In drei weiteren in Kürze auch.

Freitag, 23.10.2020, 14:36 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 15:16 Uhr
Das war‘s mit Herbstferien. Ab Montag sind Ahlens Schüler – hier eine Momentaufnahme vom Sommer aus der Barbaraschule – wieder zurück in ihren Klassenräumen. Für die weiterführenden Schulen gilt auch im Unterricht Maskenpflicht.
Das war‘s mit Herbstferien. Ab Montag sind Ahlens Schüler – hier eine Momentaufnahme vom Sommer aus der Barbaraschule – wieder zurück in ihren Klassenräumen. Für die weiterführenden Schulen gilt auch im Unterricht Maskenpflicht. Foto: Ulrich Gösmann

Als entspannt bezeichnet der verantwortliche Fachbereichsleiter Christoph Wessels die Stimmung an den 14 städtischen Schulen vor Wiederbeginn des Unterrichts nach den Herbstferien. „Die vom Land für weiterführende Schulen erneut angeordnete Maskenpflicht im Unterricht hat nach unseren Feststellungen keine Besorgnis ausgelöst, eher sind damit offene Tore eingelaufen worden“, kommentiert Wessels. Tatsächlich sei die Maskenpflicht während des Unterrichts an den Schulen auch zwischen Sommer- und Herbstferien praktiziert worden, obwohl sie formal nicht vorgeschrieben gewesen sei. Wessels stellt eine hohe Sensibilität in den Schulen fest, „alles dafür zu tun, dass das Virus draußen bleibt“.

In sehr wenigen Einzelfällen sei es wie auch in anderen Kommunen zu isolierten Ansteckungen gekommen, die jedoch aufgrund konsequent erfolgter Maßnahmen des Gesundheitsamtes keine schulinternen Wellen ausgelöst hätten. „Der Anstieg, den wir derzeit in der Bevölkerung verzeichnen, bildet sich in den Schulen und Kitas so nicht ab.“ Für Wessels ein Erfolg, „der eindeutig auf die große Disziplin der Schulgemeinden zurückzuführen ist.“

Der Anstieg, den wir derzeit in der Bevölkerung verzeichnen, bildet sich in den Schulen und Kitas so nicht ab.

Christoph Wessels

Damit das so bleibt, folgt NRW einer Empfehlung des Umweltbundesamtes (UBA). „Kern unserer Empfehlung ist, Klassenräume regelmäßig alle 20 Minuten für etwa fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern zu lüften“, so UBA-Präsident Dirk Messner. Florian Schmeing , Leiter des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt Ahlen, hat alle Schulleitungen informiert, dass Dauerlüftung über die Kippfunktion der Fenster in keinem Falle ausreichend ist. „Gleiches gilt für die Sporthallen, wo wie in den Schulen das Querlüften die beste Lösung darstellt“, rät Schmeing.

Sämtliche Probleme werden wir bis Mitte November abzustellen versuchen.

Florian Schmeing

Auf eine Umfrage des Landes zu Lüftungsmöglichkeiten ihrer Räumlichkeiten haben sich von den in städtischer Trägerschaft befindlichen 14 Schulen nur drei mit Mängelhinweisen gemeldet. „Sämtliche Probleme werden wir bis Mitte November abzustellen versuchen“, stellt der ZGM-Leiter in Aussicht. Es handele sich um „keine unlösbaren Schwierigkeiten.“ Zum Teil müssten Schließfunktionen der Fenster repariert werden, woanders gehe es um Absturzsicherungen an Obergeschossen.

Die Schulverwaltungsabteilung der Stadt nutzte die Herbstferien, um mit den betroffenen Verkehrsträgern zu erörtern, wie sich die Situation in der Schülerbeförderung darstellt. „Wir wollen die Entwicklung in den nächsten Tagen genau beobachten, um dann bei tatsächlichem Bedarf das Angebot anzupassen“, so Christoph Wessels. Probeweise kommen schon ab Montag auf bestimmten Linien Verstärkerbusse zum Einsatz.

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