Ausstellung „Magera trifft Brückner“
Bildhauer und Maler stehen im Dialog

Ahlen -

150 Besucher der Ausstellung „Magera trifft Brückner“ stehen für Erfolg. Und für den Dialog zwischen Bildhauer und Maler.

Sonntag, 25.10.2020, 13:06 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 18:19 Uhr
Die Ahlener Manfred Brückner (l.) und Andreas Magera (r.) huldigen Kurt Cobain mit einer gemeinsamen Ausstellung.
Die Ahlener Manfred Brückner (l.) und Andreas Magera (r.) huldigen Kurt Cobain mit einer gemeinsamen Ausstellung. Foto: Martin Feldhaus

Eher figurative Plastiken treffen auf abstrakte malerische Darstellungen – und das in einer Ausstellung. Kann diese auf den ersten Blick ungewöhnliche künstlerische Melange funktionieren? Ja, kann sie. Zumindest dann, wenn man die Ausstellung „Magera trifft Brückner “ betrachtet.

Die beiden Ahlener Künstler Manfred Brückner und Andreas Magera präsentierten seit Mitte August auf 250 Quadratmetern in ehemaligen Firmenräumen an der Bessemer Straße 5 sowohl verschiedene Skulpturen als auch Arbeiten auf Papier. Dabei kreierten sie ein künstlerisches Erlebnis, das ankam. Denn bei der Finissage am Samstag konnten beide auf mehr als 150 Besucher in der Ausstellung verweisen.

Das ist ein großer Erfolg für uns.

Manfred Brückner

„Das ist ein großer Erfolg für uns“, betonte Manfred Brückner, dass man mit dieser Resonanz zufrieden sei. Eine Einschätzung, der sich Andreas Magera anschloss. „Ich hatte wirklich Zeit für die Besucher“, blickte er positiv auf den zehnwöchigen Ausstellungszeitraum zurück, der ihm persönlich viele neue Anregungen beschert habe. „Die Leute haben in meinen Arbeiten teilweise ganz andere Dinge gesehen als ich“, fasste er seine Erfahrungen aus zahlreichen intensiven Gesprächen mit Kunstinteressierten zusammen.

Die kamen am Samstag bei der Finissage noch einmal zahlreich und auf ihre Kosten. Denn sowohl Brückner als auch Magera hatten während der Ausstellung noch weitere Werke hinzugefügt. So konnte Magera beispielsweise eine neue Figur mit dem Titel „Stop the Clocks“ präsentieren, die mit Zeigern einer Uhr gleichsam über ihrem Kopf jongliert. Ist es für unsere Welt bereits „Fünf vor Zwölf“? Oder ist es vielmehr der persönliche Wunsch nach Entschleunigung, den dieses Werk symbolisiert? Die Deutung war jedem Besucher selbst überlassen.

Andreas Magera mit seiner Figur „Stop the Clock“

Andreas Magera mit seiner Figur „Stop the Clock“ Foto: Martin Feldhaus

Manfred Brückner ergänzte das Repertoire an Bildern unter anderem um eine weitere Darstellung aus seiner Werksreihe „Köpfe“ aus dem Jahr 2018. Besonders im Fokus auch bei der Finissage war zudem die Hommage Brückners an Kurt Cubain „twenty seven“ aus dem Jahr 2007, die der Künstler mit einem Koffer und einer Kabeltrommel als Bodeninstallation angereichert hat und die Magera mit einer Engelsfigur untermalte.

Einen besonderen Dank richteten die beiden Künstler an Hermann Overhage, der als Vermieter die Räumlichkeiten für die Ausstellung zur Verfügung stellte. Konkrete Bildhauerei trifft auf abstrakte Malerei, das wird es ab dem 24. November auch bei einer Folgeausstellung beider Künstler in der Galerie „Kunstraum 12“ in Münster geben. Zudem planen beide Künstler als Organisatoren eine weitere Ausstellung in Ahlen an gleicher Stelle mit dem Titel „Kunst und Kultur zum Jahreswechsel“, die vom 4. bis zum 6. Dezember geplant ist. Zusammenkommen sollen hierbei sieben Künstler, deren Genres unterschiedlicher nicht sein könnten. „Von Gegenständlich über Abstrakt bis hin zur Fotografie“ deutet Brückner an, dass auch dann künstlerische Gegensätze anziehend wirken könnten.

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