Derzeit acht akute Corona-Fälle im St.-Franziskus-Hospital
Noch nicht im Krisenmodus

Ahlen -

Acht an Corona erkrankte Patienten werden zurzeit im Ahlener St.-Franziskus-Hospital behandelt, drei davon auf der Intensivstation. Dieses Zahlen nannte am Dienstag Geschäftsführerin Anja Rapos. Die Kapazitäten zur Versorgung reichten derzeit noch aus, bekräftigte sie.

Dienstag, 27.10.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 18:13 Uhr
Derzeit acht akute Corona-Fälle im St.-Franziskus-Hospital: Noch nicht im Krisenmodus
Foto: Ulrich Gösmann

„Wir spüren seit acht oder 14 Tagen auch die Auswirkungen der hohen Infektionszahlen in Ahlen“, bestätigt Anja Rapos. Was das in Zahlen bedeutet, erläutert die Geschäftsführerin des St.-Franziskus-Hospitals Ahlen gleich im Nachsatz. „Wir haben derzeit acht positiv auf Corona getestete Patienten“, führt Rapos aus, davon werden drei intensivmedizinisch betreut. Alle befänden sich auf der Isolierstation.

Mit der Belegung von acht Corona-Patienten stößt das Krankenhaus noch nicht an Kapazitätsgrenzen. Was eher Sorgen bereitet, sind die 16 Patientinnen und Patienten, die aufgrund von Symptomen wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden mit Verdacht auf eine Infizierung mit Covid-19 eingeliefert worden sind, bei denen aber das Testergebnis noch aussteht und eine Corona-Erkrankung also nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Labore arbeiten heute durchweg am Anschlag.

Anja Rapos

Die Zeiten, in denen die Testergebnisse innerhalb ei­nes Tages vorlagen, sind auch für professionelle Einrichtungen wie Krankenhäuser vorbei. „Die Labore arbeiten heute durchweg am Anschlag“, weiß die Verwaltungschefin. Insofern ist Geduld gefragt. Anders als beim Lockdown im Frühjahr sind die Hospitäler diesmal bisher nicht angewiesen worden, nicht lebensnotwendige Behandlungen und Operationen zu verschieben. Um die Kapazitäten aber nicht überzustrapazieren, werde strenger darauf geachtet, wer wirklich ambulant behandeln werden muss, räumt Rapos ein. Mit der Zusage, jemanden über Nacht für eine weitere Beobachtung zu behalten, werde deutlich zurückhaltender agiert.

Überwiegend ältere Patienten

Die meisten der Patienten sind älter, oft auch über 80. Schon 50-Jährige sind die Ausnahme. Also sind es nicht per se die Jüngeren, die in der Öffentlichkeit unter Generalverdacht stehen, die Hygieneregeln nicht hinreichend zu beachten. Gelegentlich sei auch schon mal ein Kleinkind dabei.

Wie in vielen anderen Häusern gilt die Sorge der Verantwortlichen nicht allein der Zahl der Pflegeplätze, die zur Versorgung der Erkrankten zur Verfügung stehen, sondern genauso oder noch mehr der begrenzten Personalressourcen. Darin unterscheide sich die Situation in Ahlen nicht von anderswo, so die Geschäftsführerin.

Im Franziskus-Hospital werde man die weitere Entwicklung weiter im Auge behalten, kündigt Anja Rapos an, ohne dabei in Panikmache zu verfallen.

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