Bürgermeister zur Corona-Lage
Manchmal „eine Frage von Stunden“

Einen aktuellen Sachstandsbericht zur Corona-Lage in Ahlen gab Dr. Alexander Berger am Donnerstag zu Beginn der Ratssitzung ab – wie die SPD-Fraktion in einem Eilantrag zur Tagesordnung verlangt hatte. Er hätte dies aber „ohnehin“ getan, versicherte der Bürgermeister.

Samstag, 31.10.2020, 20:50 Uhr
Bürgermeister Dr. Alexander Berger will den Rat bei Entscheidungen nicht übergehen.
Bürgermeister Dr. Alexander Berger will den Rat bei Entscheidungen nicht übergehen. Foto: Peter Harke

AhlenBerger räumte ein, dass der Informationsfluss zwischen Verwaltung und Rat zuletzt etwas in Stocken geraten war, warb aber auch um Verständnis für die Notwendigkeit, manchmal situativ schnelle Entscheidungen zu treffen, wie vor zwei Wochen beim Erlass der Allgemeinverfügung als Reaktion auf die dramatisch steigenden Infektionszahlen. Das sei dann „eine Frage von Stunden“.

Wie man sich in Zukunft besser untereinander abstimmen könnte, wolle er mit dem neuen Rat erörtern, der sich am kommenden Montag konstituiert, kündigte Berger an. Das betreffe auch den Sitzungskalender. Es sei zu prüfen, inwieweit sich bestimmte Zuständigkeiten auf den Hauptausschuss übertragen ließen, damit die eine oder andere Fachausschusssitzung entbehrlich würde. Denkbar wäre auch, Ausschüsse in reduzierter Besetzung tagen zu lassen.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Gabi Duhme begrüßte die Ausführungen des Bürgermeisters. Bei so gravierenden Eingriffen in die Grundrechte, wie sie Bund und Länder jetzt wieder für die kommenden vier Wochen beschlossen hätten, sei es umso wichtiger, auch auf kommunaler Ebene bei der Bevölkerung mit einer Stimme um Akzeptanz für die Maßnahmen zu werben. Sonst, so Duhmes Befürchtung, könnte die Stimmung leicht kippen.

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