Jahresabschluss 2019
Klar Schiff bei Umweltbetrieben

Ahlen -

Entlastung für die Betriebsleitung der Umweltbetriebe. Sie konnten das vergangene Jahr mit einem positiven Ergebnis von 1,998 Millionen Euro abschließen.

Dienstag, 03.11.2020, 14:30 Uhr
Andreas Jürgens stellte den Jahresabschluss vor.
Andreas Jürgens stellte den Jahresabschluss vor.

Die Umweltbetriebe befinden wirtschaftlich sich auf Kurs. Zu diesem Urteil kommt der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Concunia in Münster, die in der jüngsten Sitzung des alten Betriebsausschusses den Jahresabschluss 2019 vorlegte.

Demnach konnten die Ahlener Umweltbetriebe (AUB) das vergangene Jahr mit einem positiven Ergebnis von von 1,998 Millionen Euro abschließen, trug Andreas Jürgens vor. Schwachpunkte sei nach Auffassung der Wirtschaftsprüfer die Sammlung der Papierabfälle, die an die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises vergeben worden ist und Defizite einfährt. In der Zusammenfassung heißt es dazu: „Durch den Verzicht auf die Unterbeauftragung könnte das Defizit verringert werden.“

Defizite beim Hochwasserschutz

Auch beim Hochwasserschutz zum Beispiel durch Starkregenereignisse haben die Wirtschaftsprüfer Defizite ausgemacht. In Ermangelung geeigneter Flächen seien Regenrückhaltemaßnahmen unterblieben, mit der Folge steigender Gebühren aufgrund des stufenweise Anstiegs der Abwasserabgabe, die die Stadt abzuführen hat.

Positiv bewerten die Wirtschaftsprüfer, dass die Maßnahmen zum Umbau der Kläranlage mit dem Einbau der vierten Reinigungsstufe beschlossen worden seien. Die Finanzierungskosten und zukünftig höhere Abschreibungen „bieten die Möglichkeit einer Gebührensteigerung“.

Die Aussichten für das laufende Jahr beurteilen die Münsteraner verhalten optimistisch. Die Corona-Pandemie habe auch Auswirkungen auf die Umweltbetriebe. Positiv wurde festgehalten, dass Löhne und Gehälter in voller Höhe ausgezahlt werden konnten und kein Kurzarbeitergeld beantragt werden musste. Allerdings sei es bei einigen Baumaßnahmen zu coronabedingten Verzögerungen gekommen, so dass einige Ansätze in das kommenden Jahr hätten verschoben werden müssen.

Eigenkapitalquote gesunken

Nicht so positiv entwickelte sich die Eigenkapitalquote. Zwar stieg das Vermögen leicht von 49,108 Millionen auf 49,333 Millionen Euro an, aber die Quote veränderte sich von 48,4 auf 45 Prozent. Steigend auch bei den langfristigen Passiva die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die von 27 Millionen auf 34,668 Millionen Euro zunahmen. Dem stehen beim Anlagevermögen bei den langfristigen Aktiva eine Zunahme des Vermögens von 91,6 auf 103,252 Millionen Euro gegenüber.

Bei der Abstimmung über die Entlastung der Betriebsleitung stimmte Heinrich Artmann (FWG) dagegen, und Rolf Leismann (BMA) enthielt sich der Stimme. Artmann wollte sein Votum ausdrücklich nicht als Misstrauensbekundung gegenüber der Betriebsleitung verstanden wissen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7661372?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker