Sofortprogramm des Heimatministeriums bewilligt
Geldsegen als Chance für Leerstände

Ahlen -

Die Bewilligung ist da: Ahlen profitiert von einem Sofortprogramm der Landesregierung. Das kommt Leerständen der Innenstadt zugute – und damit vor allem auch dem „Sorgenkind“ Haus Holtermann.

Sonntag, 15.11.2020, 07:37 Uhr aktualisiert: 15.11.2020, 18:22 Uhr
Sofortprogramm des Heimatministeriums bewilligt: Geldsegen als Chance für Leerstände
Foto: Stadt Ahlen

Mit 666 103 Euro aus dem Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte fördert das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen Maßnahmen in Ahlen. Die Bezirksregierung Münster hat am Freitagmittag die Stadt Ahlen unterrichtet, dass ihr Antrag vollständig Berücksichtigung gefunden habe.

„Das ist eine erfreuliche Nachricht, und sie kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, reagiert Bürgermeister Dr. Alexander Berger auf die Bewilligung. Über die weitere Vorgehensweise werden sich Verwaltung und Politik demnächst abstimmen. Die Fördersumme soll in zwei Richtungen wirken: Zum einen ist der Weg frei gemacht für eine Machbarkeitsstudie zum Haus Holtermann am Markt.

In Absprache mit dem Eigentümer sollen Untersuchungen stattfinden, welche Konzepte in dem früheren Geschäftshaus umgesetzt werden können. Berger erwartet vorab glaubhafte Signale des Eigentümers, kurzfristig mit der denkmalgerechten Fassadensanierung zu beginnen. „Die jetztbewilligte Förderung ist die seit Langem erhoffte Chance, den Stillstand im Sinne aller Beteiligten aufzulösen und eine konkrete Perspektive zu eröffnen.“

Neues Leben in der City möglich machen

Weitere Zielsetzung des Sofortprogramms ist es, dem zunehmenden Leerstand von Ladenlokalen und Gastronomieflächen mit neuen Instrumenten zu begegnen. „Unsere Absicht ist es, die Leerstände im Zentralen Versorgungsbereich der Ahlener Innenstadt wieder mit neuem Leben zu füllen“, kündigt der für Stadtentwicklung und Bauen zuständige Fachbereichsleiter Markus Gantefort an. Konkret versetze die Förderung die Stadt in die Lage, leerstehende Ladenlokale für die Dauer von bis zu zwei Jahren auf Basis einer auf mindestens 70 Prozent gesenkten Kaltmiete anzumieten. Die Stadt kann dann solche Objekte an frequenzbringende neue Nutzer wie zum Beispiel Start-ups aus Einzelhandel und Gastronomie weitervermieten.

Im Ermessen der Stadt liegt es, die alte Miete im Falle der Weitervermietung um bis zu 80 Prozent zu reduzieren. Davon profitieren sollen Unternehmen, die sich zu herkömmlichen Mieten bislang kein Ladenlokal leisten konnten oder wollten, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

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