In Vorhelm
Projekt Dirt-Bahn tritt auf der Stelle

Vorhelm -

Wo könnte die Dirt-Bahn hin? Die Vorhelmer Jugendlichen würden gerne downhill fahren.

Mittwoch, 18.11.2020, 15:26 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 15:30 Uhr
Im September hatte sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger mit einer Gruppe von interessierten Vorhelmern über einen Dirt-Bahn-Standort im Schäringer Feld informiert.
Im September hatte sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger mit einer Gruppe von interessierten Vorhelmern über einen Dirt-Bahn-Standort im Schäringer Feld informiert. Foto: Christian Wolff

Die Jugendlichen – sie sind so zwischen zwölf und 17 Jahre alt – haben einen klaren Wunsch formuliert: Sie wollen eine Fläche, auf der sie ohne Probleme ihre Sportbikes ausfahren können. Früher waren kleine BMX-Räder das Fahrzeug der Wahl. Heute sind es größtenteils Downhill-Bikes, die komplett gefedert sind.

Der Fachbegriff für solche Fahrradparcours, die keine Folgekosten verursachen und häufig von den Nutzern selbst gepflegt werden, ist Dirt-Bahn. „Wir haben diesen Wunsch im Spätsommer aufgenommen“, sagt Hubertus Beier , Vorsitzender der CDU-Ortsunion Vorhelm. „Es kann nicht sein, dass die jungen Leute aus dem Dorf immer zum Berliner Park nach Ahlen fahren müssen, um eine solche Bahn zu nutzen. „Wir haben eigentlich alle Voraussetzungen, die wir brauchen: motivierte Jugendliche, kostenlosen Erdaushub zum Bau von Wällen und Hürden sowie den Rückhalt der Politik. Was fehlt, ist das geeignete Grundstück dafür.“

Wir haben eigentlich alle Voraussetzungen, die wir brauchen.

Hubertus Beier

Der aktuelle Sachstand sei, dass der Interessengruppe bereits an drei möglichen Standorten Gegenwind entgegengeblasen ist. Am stillgelegten Hellbachhallen-Parkplatz seien einige Nachbarn dagegen, im Schäringer Feld benachbarte Landwirte und der Abenteuerspielplatz falle weg, weil die anliegende Wiese als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen sei. Beier: „Wir hätten noch ein Grundstück an der Ecke Roland- / Ahlener Straße bis zur Einmündung Eschweg. Allerdings hat die Stadtverwaltung bereits Bedenken geäußert.“ Insofern trete das Vorhaben auf der Stelle und die Zusage des kostenlosen Bodenaushubs, den eine Firma zur Verfügung stellen will, könne nicht zum Tragen kommen, weil das Material zu sandig sei.

„Nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung haben wir jetzt aktuell von der CDU Vorhelm einen Prüfauftrag auf den Weg gebracht“, berichtet der Vorsitzende auf Anfrage. „Er kommt noch im Dezember auf die Tagesordnung der Ratssitzung.“ Somit werde das gesamte Projekt offiziell. „Das muss und wird kein Nachteil sein.“ Persönlich hätte sich der Ortspolitiker gewünscht, mit dem Projekt zu diesem Zeitpunkt schon weiter zu sein. Aber er sei nach wie vor zuversichtlich, noch zu einer Lösung zu kommen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7683394?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker