Eiszeit-Ausstellung in Arnsberg
Mammut wieder auf den Beinen

Ahlen -

Das „Ahlener Mammut“ ist das Highlight einer Eiszeit-Ausstellung im Arnsberger Sauerland-Museum. Wann sie eröffnet werden kann, ist jedoch ungewiss.

Montag, 23.11.2020, 07:00 Uhr
Das „Ahlener Mammut“ (vorne) in der Arnsberger Ausstellung des Sauerland-Museums. Im Hintergrund die Nachbildung eines Wollhaarmammuts mit Kalb.
Das „Ahlener Mammut“ (vorne) in der Arnsberger Ausstellung des Sauerland-Museums. Im Hintergrund die Nachbildung eines Wollhaarmammuts mit Kalb. Foto: Kaleidoskop Design

Die Rückkehr des „Ahlener Mammuts“ ins Heimatmuseum war vor zwei Jahren das Ausstellungsereignis in Ahlen. Wer das verpasst hat oder den „Ur-Ahlener“ noch einmal in voller Pracht und Größe erleben möchte, kann sich dazu demnächst nach Arnsberg begeben. Die neue Sonderausstellung im dortigen Sauerland-Museum beschäftigt sich bis zum 9. Mai 2021 mit der letzten Eiszeit, die vor ungefähr 400 000 Jahren begann und vor 11 500 Jahren endete. „Absolutes Highlight der Ausstellung ist das etwa 4 .000 Jahre alte Skelett eines Mammutbullen, das 1910 bei Grabungen in einer Tongrube in Ahlen gefunden wurde“, werben die Veranstalter der Schau „Eiszeit – Leben im Extrem“.

Ich finde es großartig, dieses wunderbare Stück Ahlener Geschichte wieder einmal sehen zu können.

Gaby Moser-Olthoff

Das aus etwa 220 Knochen bestehende Skelett wiegt um die 500 Kilogramm. Es hat eine Länge von 5,50 Metern und eine Höhe von 3,25 Metern. Von den in Deutschland gefundenen sieben Mammutskeletten ist es das am vollständigsten erhaltene. „Ich finde es großartig, dieses wunderbare Stück Ahlener Geschichte wieder einmal sehen zu können“, freut sich Gaby Moser-Olthoff, Mitarbeiterin des Ahlener Kulturamts, auf die Ausstellung. 2018 war sie maßgeblich daran beteiligt, die „Stippvisite“ des Mammuts in seiner alten Heimat zu organisieren. Mit mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher war die Ausstellung die erfolgreichste des Heimatmuseums überhaupt.

Eis reichte bis zum Haarstrang

Muss man heute schon froh sein, wenn es im Winter noch Schnee gibt im Sauerland, reichte das Eis während der glazialen Zeit bis zum Haarstrang und wurde erst am nördlichen Rand des Sauerlandes aufgehalten. Die markante Landschaftsgrenze zwischen dem Arnsberger Wald und der Soester Börde ist eine weithin sichtbare Spur von den Auswirkungen der Eiszeit. Ihr Klima begünstigte vor allem das Überleben großer Säugetiere, da diese aufgrund des größeren Körpers Wärme besser speichern können als kleine Tiere.

In der Ausstellung warten Riesenhirsche, Steppenbisons, Wollnashörner und wollhaarige Mammuts auf die kleinen und großen Gäste. Verblüffend echt modellierte Neandertalerfiguren verdeutlichen die Lebensgewohnheiten der frühen Menschen.

Wann die Arnsberger Ausstellung beginnt, ist aufgrund der Coronaschutzmaßnahmen zurzeit noch unklar. Den Aufbau des Skeletts hat das Sauerland-Museum mit einer Zeitrafferkamera gefilmt und auf seiner Homepage veröffentlicht: www.sauerland-museum.de/sauerlandmuseum/startseite/index.php.media/115282/ 202011_Mammutaufgabe_web.MP4

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