Finanzspritze fürs Schullandheim
40 000 Euro bewilligt

Ahlen -

Zumindest die Fixkosten bezahlen kann der Trägerverein Schullandheim Winterberg mit der Finanzspritze der Stadt. 40 000 Euro bewilligte der Schul- und Kulturausschuss am Montag.

Mittwoch, 25.11.2020, 10:30 Uhr aktualisiert: 25.11.2020, 10:38 Uhr
Das schöne Wetter kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Schullandheim seit dem Lockdown im Frühjahr keine Klassen mehr aufnehmen durfte.
Das schöne Wetter kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Schullandheim seit dem Lockdown im Frühjahr keine Klassen mehr aufnehmen durfte. Foto: Förderverein Schullandheim

Die Mitglieder des Trägervereins Schullandheim Winterberg können aufatmen: Der Schul- und Kulturausschuss winkte am Montag in seiner Sitzung eine entsprechende Vorlage, dem Verein zeitnah mit 40 000 Euro unter die Arme zu greifen, durch.

Schulfachbereichsleiter Christoph Wessels begründete die finanzielle Spritze der Stadt mit der Corona-Situation. Einerseits hätten die Vorgaben der Coronaschutzverordnung die Beherbergung von Gästen unmöglich gemacht und andererseits habe das Schulministerium mit seinen Erlassen Klassenfahrten untersagt.

Kurzarbeit für die Beschäftigten

Der Verein habe auf diese Situation mit der Beantragung von Kurzarbeit für seine vor Ort Beschäftigten reagiert, was zunächst bis Jahresende genehmigt worden sei. An Zuwendungen habe der Verein bislang nur 9000 Euro Soforthilfe aus dem Programm Soloselbstständige und Kleinstunternehmen erhalten.

Darüber hinaus sei derzeit keine Prognose möglich, ob in den erfahrungsgemäß umsatzstarken Monaten von Januar bis März wieder Übernachtungen möglich seien. Auch wenn ein mit der Stadt Winterberg abgestimmtes Hygienekonzept existiere, sei nicht sicher, ob selbst nach Aufhebung des Beherbergungsverbots wieder Gäste kämen.

Aus einem Unterstützungsprogramm des Bundes „Sonderprogramm Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit“ habe der Trägerverein aufgrund der Einnahmeverluste Unterstützung in maximaler Höhe von 23 600 Euro beantragt, eine Bewilligung stehe aber noch aus. Auch das Land NRW habe eine Unterstützung für Schullandheime in Aussicht gestellt.

Finanzmittel lassen auf sich warten

Weil zu befürchten sei, dass die avisierten Finanzmittel noch länger auf sich warten lassen, habe sich der Vorstand an die Stadt mit der Bitte um Unterstützung gewandt.

Mit dem Betrag von 40 000 Euro werde der Verein in die Lage versetzt, zumindest die Fixkosten zu tragen. Der Betrag sei zugleich so bemessen, dass unter Berücksichtigung der zu erwartenden Zuschüsse ein Weiterbetrieb des Schullandheims möglich sei.

Auch für das kommende Jahr hat der Verein um eine zusätzliche finanzielle Unterstützung in Höhe von 30 000 Euro gebeten. Im Haushaltsplanentwurf findet sich eine entsprechende Position.

Für die CDU signalisierte Stefan Meisner die Unterstützung seiner Fraktion. Für die Sozialdemokraten erklärte Andrea Jaunich: „Die SPD steht selbstverständlich zu Winterberg.“

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