Baumaßnahme im Stadtpark
Rücksicht auf Baumbestand

Ahlen -

Erst wird der Kanal erneuert, dann bekommt der Stadtpark insgesamt ein neues Gesicht.

Samstag, 28.11.2020, 18:53 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 11:47 Uhr
Glasfaserverstärkte Kunststoffrohre ersetzen die 1989 unter dem Stadtpark verlegten Betonfalzrohre, die aufgrund ihres zu geringen Durchmessers für Starkregenereignisse, wie sie im Zuge des Klimawandels vermehrt auftreten, nicht ausgelegt sind.
Glasfaserverstärkte Kunststoffrohre ersetzen die 1989 unter dem Stadtpark verlegten Betonfalzrohre, die aufgrund ihres zu geringen Durchmessers für Starkregenereignisse, wie sie im Zuge des Klimawandels vermehrt auftreten, nicht ausgelegt sind. Foto: Peter Harke

„Jetzt geht‘s Schlag auf Schlag“, sagt Robert Reminghorst , stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe (AUB), und blickt auf den Sitzungskalender der politischen Gremien in der kommenden Woche. Den Anfang macht am Montag der neue Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität. Ihm wird das Landschaftsarchitekturbüro „scape“ aus Düsseldorf, dass den Wettbewerb zur Umgestaltung des Ahlener Stadtparks gewonnen hat, seine Pläne noch einmal im Detail vorstellen. Am Dienstag steht das Thema auch im Stadtplanungs- und Bauausschuss auf der Tagesordnung, bevor am Donnerstag schließlich der Betriebsausschuss den endgültigen Baubeschluss fassen soll. Im Frühjahr, so Reminghorst, könnte dann der Startschuss für die Maßnahme fallen, die dem in den 1960er Jahren durch den damaligen Stadtgärtner Wilhelm Reiberg angelegten Park ein neues Gesicht geben soll.

Umfangreiche Erdarbeiten

Da zu diesem Zweck ohnehin umfangreiche Erdarbeiten erforderlich würden, habe man sich entschieden, den Kanalbau vorzuziehen, erklärte Reminghorsts Kollege Frank Feldmann am Freitag bei einem Pressetermin vor Ort. Auf einer Länge von 225 Metern wird der Mischwasserkanal, der von der Werse bis zur Parkstraße quer durch den Stadtpark verläuft, erneuert – allerdings nicht vollständig auf der bisherigen Trasse, sondern in Teilen etwas versetzt dazu, denn sonst hätten zu viele Bäume gefällt werden müssen.

Vor Ort stellten (v.r.) Robert Reminghorst, Frank Feldmann und Mathias Wehmeyer von den Ahlener Umweltbetrieben die Kanalbaumaßnahme im Stadtpark vor. Im Bagger Martin Nolte von der Tiefbaufirma Helming.

Vor Ort stellten (v.r.) Robert Reminghorst, Frank Feldmann und Mathias Wehmeyer von den Ahlener Umweltbetrieben die Kanalbaumaßnahme im Stadtpark vor. Im Bagger Martin Nolte von der Tiefbaufirma Helming. Foto: Peter Harke

„Wir wollen den alten, wertvollen Baumbestand in diesem Bereich aber weitestgehend erhalten“, begründete Robert Reminghorst die Umgehung. Zwar werde es unvermeidlich sein, im Zuge der Neugestaltung einige Bäume „herauszunehmen“, aber dabei werde man „maßvoll“ vorgehen. „Es wird keinen Kahlschlag geben“, verspricht der stellvertretende AUB-Leiter.

Warum muss der Kanal aber überhaupt erneuert werden? Mit einem Durchmesser von einem Meter sei er „hy­draulisch nicht mehr ausreichend“, erläutert Frank Feldmann. Bedeutet: für Starkregenereignisse zu klein. Die 1989 verlegten Betonfalzrohre werden darum jetzt ersetzt durch glasfaserverstärkte Kunststoffrohre (GFK) der Nennweite DN 1200, sprich mit einem Querschnitt von 1,20 Metern. Hinzu kommen vier Schachtbauwerke. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 430 000 Euro.

Verbindung zu Abschlagsbauwerk

Baubeginn war am 2. November. Bis Ende des Jahres will die Tiefbaufirma Helming aus Wietmarschen die Arbeiten im Park selbst abschließen. Dann müssen noch 14 Meter Kanalrohr in der Parkstraße verlegt werden, um die Verbindung zu einem vorhandenen Abschlagsbauwerk zu schaffen. „Das wird sicher noch mal drei bis vier Wochen dauern“, schätzt Robert Reminghorst und kündigt eine halbseitige Straßensperrung an. Der Verkehr werde mit Baustellenampeln geregelt.

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