Politiker besuchen Signierstunde
Bahnhof bleibt Nahverkehrsthema

Vorhelm -

Mit ihrem Buch „Wartesaal zum großen Glück“ hat Hildegard Latzel die Diskussion um die mögliche Reaktivierung des Vorhelmer Bahnhaltepunkts wieder in den politischen Fokus gerückt.

Mittwoch, 02.12.2020, 20:09 Uhr
Ludger Diekmann, Franz-Josef Buschkamp, Serhat Ulusoy und Henrich Berkhoff (v.l.) besuchten die Signierstunde von Hildegard Latzel (sitzend) vor dem „Lädchen am Pilz“. Die Autorin hat ein Buch über den Vorhelmer Bahnhof herausgebracht.
Ludger Diekmann, Franz-Josef Buschkamp, Serhat Ulusoy und Henrich Berkhoff (v.l.) besuchten die Signierstunde von Hildegard Latzel (sitzend) vor dem „Lädchen am Pilz“. Die Autorin hat ein Buch über den Vorhelmer Bahnhof herausgebracht. Foto: Christian Wolff

Joachim Künzel bekommt in den nächsten Tagen Post. Hildegard Latzel hat für den Geschäftsführer des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) ein Exemplar ihres Buches „Wartesaal zum großen Glück“ signiert, das seit dem 1. Dezember erhältlich ist.

Damit will die Autorin nicht nur für ihr Werk werben, das sich schon am ersten Verkaufstag großer Nachfrage erfreute, sondern an prädestinierter Stelle auf die lange geforderte Reaktivierung des Bahn-Haltepunkts in Vorhelm-Bahnhof hinwirken.

Anwohner begrüßen Initiative

Die lokale Politik hat Latzel indes längst auf ihrer Seite. Schließlich hatte die öffentliche Diskussion um die Wiederanbindung des Ortsteils ans öffentliche Schienennetz erst die Idee zu dem Anekdoten-Buch angeschoben. „Wir wünschen uns nichts sehnlicher als diese Reaktivierung, weil auch das ganze Umfeld profitiert – die Pendler, Menschen, die nicht so mobil sind und nicht zuletzt die Umwelt“, spricht sie bei ihrer Signierstunde am Dienstag vor dem „Lädchen am Pilz“ auch im Namen vieler Anwohner, mit denen sie im Zuge ihrer Buch-Recherche gesprochen hat.

Hildegard und Paulina Latzel 2020 am alten Vorhelmer Bahnsteig.

Hildegard und Paulina Latzel 2020 am alten Vorhelmer Bahnsteig. Foto: Christian Wolff

„Eigentlich ist der Name Vorhelm-Bahnhof ja ohnehin eine Mogelpackung, solange es dort keinen Bahnhof mehr gibt“, merkt Franz-Josef Buschkamp süffisant an, der neben mehreren Politikern – darunter Vize-Bürgermeister Serhat Ulusoy – einen Abstecher zum „Lädchen“ machte. Buschkamp hatte sich beim Zweckverband schon vor längerer Zeit dafür stark gemacht, dass wieder Züge im Hellbachdorf halten können. „Enniger, Sendenhorst, Hoetmar – viele Gemeinden im nahen Umfeld würden das ebenso begrüßen.“ Parkmöglichkeiten seien vor Ort vorhanden, auf der Fläche des einstigen Empfangsgebäudes sei problemlos eine Unterstellmöglichkeit zu schaffen. „Ahlen würde auf diesem Wege ebenfalls eine komfortable Schienenanbindung an seinen Ortsteil bekommen. Gerade zu Uhrzeiten, wenn die Busanbindung schlecht ist.“ Der Haltepunkt wird seit 1988 nicht mehr angefahren. Bereits zehn Jahre zuvor hatte die Bundesbahn das zugehörige Gebäude abreißen lassen.

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