15 Jahre nach Feuer bei "Karl"
Brand in Entsorger-Lager in Ahlen

Ahlen -

Rund 30 hauptamtliche und ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr mussten am Donnerstagabend in den Ahlener Süden ausrücken. Rund drei Stunden dauerte der Einsatz beim Entsorgungsbetrieb Stenau.

Freitag, 04.12.2020, 00:09 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 15:12 Uhr
Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Hauptwache schlugen bereits helle Flammen aus der Halle im Gewerbegebiet „Am Vatheuershof“. Die Feuerwehr musste nach dem ersten Löschangriff weitere Glutnester aufspüren.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Hauptwache schlugen bereits helle Flammen aus der Halle im Gewerbegebiet „Am Vatheuershof“. Die Feuerwehr musste nach dem ersten Löschangriff weitere Glutnester aufspüren. Foto: Max Lametz

Böse Erinnerungen an Weiberfastnacht 2005 wurden am Donnerstagabend wach, als die Feuerwehr zu einem Brandeinsatz auf dem Gelände der ehemaligen Firma Karl gerufen wurde, wo heute der Entsorgungsbetrieb Stenau ansässig ist. Dem schnellen Eingreifen der rund 30 Kräfte war es zu verdanken, dass nicht wie damals die gesamte Halle durchzündete.

Dennoch trat schon deutlich sichtbarer Feuerschein nach außen, als die ersten Fahrzeuge das Gelände mit der Lagerhalle an der Straße „Auf dem Toelen“ erreichten. Gegen 19.50 Uhr war die Brandmeldeanlage bei der Feuerwehr-Hauptwache am Konrad-Adenauer-Ring aufgelaufen. Daraufhin machten sich die hauptamtlichen Kräfte unter der Einsatzleitung von Ronald Pelmke, ebenso die Freiwillige Feuerwehr, auf den Weg ins Industriegebiet.

Brand bei Stenau im Südenstadtteil

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  • Flammen in einer Halle im Südenstadtteil.

    Foto: Max Lametz
  • Die ersten Einsatzkräfte rücken an.

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  • Brand bei der Firma Stenau am Abend des 3. Dezember 2020

    Foto: Max Lametz
  • Brand bei Stenau am Abend des 3. Dezember 2020.

    Foto: Max Lametz
  • Brand bei Stenau

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  • Einsatz im Ahlener Südenstadtteil.

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  • Brand bei Stenau am Abend des 3. Dezembers 2020

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  • Rund 30 Kräfte waren im Einsatz.

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  • Die Feuerwehr war schnell zur Stelle.

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  • Der Brand bei Stenau verursachte einen dreinstündigen Einsatz.

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  • Brandeinsatz mit Löschen eines Containers.

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  • Brand bei Stenau 2020

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  • Einsatz bei Stenau

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  • Brand bei Stenau am Abend des 3. Dezembers 2020

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  • Einsatz im Ahlener Südenstadtteil.

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  • Dreistündiger Einsatz bei Stenau.

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  • Rund 30 Kräfte waren im Einsatz.

    Foto: Max Lametz

Vor 15 Jahren und neun Monaten war es an selber Stelle zu einem Großbrand gekommen. Auch die heute ansässige Containerdienstfirma Stenau lagert dort unter anderem Restmüll. Beim ersten Erkunden durch die Wehr konnte schnell festgestellt werden, dass es in einem Abteil einer Halle offen brannte. Unmittelbar in der Nähe befand sich zum Zeitpunkt der Feuermeldung ein Bagger, welcher der Hitze bereits ausgesetzt war.

Sofort machte sich ein Angriffstrupp der hauptamtlichen Kräfte auf den Weg in die bereits verrauchte Halle. Die Flammen, die auf einer Fläche von fünfmal fünf Metern loderten, konnten glücklicherweise binnen weniger Augenblicke abgelöscht werden; Glutnester befanden sich aber im tieferen Bereich des Industrie-Restmülls, so dass ein hinzugerufener Stenau-Mitarbeiter den Bagger kurzerhand betriebsbereit schaltete, bediente und die Feuerwehr bei den Nachlöscharbeiten unterstütze.

Indem mit einem Sortiergreifer der Abfall aufgenommen wurde, gelang es dem Angriffstrupp, das gezielte Ablöschen des Mülls in dem Greifarm vorzunehmen.

Dann eine unerwartete Wende, als alles bereits unter Kontrolle schien: Während der Nachlöscharbeiten entdeckten die Rettungskräfte auf dem Gelände eine weitere Rauchentwicklung, welche aus einem großen Container hervorging. Da ein Löschangriff vom Boden aus nicht möglich war, entschied sich die Feuerwehr, einen nebenstehenden Container anzuleitern und von dort aufzusteigen. Mit Einreißhaken wurden dann durch einen weiteren Angriffstrupp glimmende Matratzen aus dem Container gezogen, welche dann außerhalb abgelöscht wurden.

Ursache noch unklar

Die Feuerwehr Ahlen war mit rund 30 Einsatzkräften für rund drei Stunden vor Ort. Da nicht auszuschließen war, dass sich das abgelöschte Brandgut wieder entzündete, wurde der Abfall in einen weiteren Container geladen und an einem freien Platz abgestellt. Was genau die Brandursache war, konnte am Abend noch nicht ermittelt werden. Es ist aber nicht unüblich, dass im Industriemüll Batterien oder ähnliche leicht entzündbare Gegenstände zu finden sind. Die Feuerwehr begann gegen 23 Uhr mit dem Aufrollen der Schläuche und übergab die Einsatzstelle an die Polizei.

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