Projekt Rathaus bleibt im Plan
Preisgericht tagt nun doch im Dezember

Ahlen -

Kommando zurück: Das Preisgericht zum Ahlener Architektenwettbewerb für das künftige Stadthaus mit Außenanlagen tagt nun doch – wie ursprünglich geplant – am 17. Dezember.

Freitag, 04.12.2020, 17:58 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 20:07 Uhr
Das Preisgericht zum Rathausneubau tagt wie geplant am 17. Dezember.
Das Preisgericht zum Rathausneubau tagt wie geplant am 17. Dezember. Foto: Ulrich Gösmann

Kehrtwende nach politischem Protest im Stadtplanungs- und Bauausschuss: Eine Corona-bedingte Terminverschiebung der Preisgerichtssitzung zum Architektenwettbewerb für das künftige Stadthaus mit Außenanlagen wird es nun doch nicht geben. „Wir haben nach erneuter Prüfung der aktuell geltenden Corona-Schutzverordnung des Landes sowie nach Rücksprache mit der Kommunalaufsicht alle Möglichkeiten abgewogen und können den Termin am 17. Dezember unter starken Auflagen durchführen“, erklärt Bürgermeister Dr. Alexander Berger am Freitagnachmittag in einer schriftlichen Pressemitteilung.

Wir würden die Sitzung am 17. Dezember als zulässige Veranstaltung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ansehen.

Gabriele Hoffmann

Bei der Fragestellung, ob die Preisgerichtssitzung mit rund 25 Teilnehmern aufgrund der Covid-19-Pandemie und der Regelungen der Corona-Schutzverordnung NRW stattfinden soll, favorisierte die Verwaltung zunächst eine Terminverschiebung (wir berichteten). Im Bauausschuss dann in dieser Woche der Protest. „Zwar sind Veranstaltungen grundsätzlich untersagt, Paragraf 13 Absatz 2 der Verordnung lässt allerdings Ausnahmen zu“, sieht Fachbereichsleiterin Gabriele Hoffmann Handlungsspielraum und führt dazu aus: „Wir würden die Sitzung am 17. Dezember als zulässige Veranstaltung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ansehen. Dieser Einschätzung liegt die Überlegung zugrunde, dass es sich bei dem Preisgericht um eine notwendige Veranstaltung im Ablauf des Verfahrens handelt. Die Veranstaltung bewerten wir ähnlich wie Submissionen im Vergabeverfahren, die ebenfalls stattfinden dürfen.“

Die Preisgerichtssitzung zum Architektenwettbewerb wird daher wie geplant am 17. Dezember stattfinden. Allerdings für alle Beteiligten anders als gewohnt und unter Berücksichtigung eines komplett auf diese Veranstaltung zugeschnittenem Sicherheitskonzepts. Demnach werden nachfolgende Regelungen gelten:

Zeitversetztes Eintreffen der Teilnehmer

 Nutzung des großen und kleinen Saals der Stadthalle

Einzeltische von 1,80 Metern mit Abstand

Alle Teilnehmenden werden mit FFP-2-Masken ausgestattet

Projektion der Wettbewerbsarbeiten per Beamer

Diskussion vom Platz aus und mit jeweils eigenen Mikrofonen

Betrachtung der Pläne und Modelle nur einzeln bzw. mit entsprechend großem Abstand zueinander möglich

 Lüftungsanlage wird ohne Umluft betrieben.

Mit dem nun vorliegenden Schutzkonzept werden nach Auffassung aller Beteiligten die Voraussetzungen geschaffen, die Preisgerichtssitzung zum Architektenwettbewerb im Sinne des vorsorgenden Gesundheitsschutzes termingerecht als teildigitale Veranstaltung durchzuführen und somit den weiteren eng getakteten Zeitplan zur Realisierung des künftigen Stadthauses einzuhalten.

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