Internationaler Tag des Ehrenamts
Immer ein offenes Ohr für Menschen

Ahlen -

Der Internationale Tag des Ehrenamts ist ein guter Anlass, mal einige Ehrenamtliche zu Wort kommen zu lassen.

Samstag, 05.12.2020, 12:32 Uhr
Elham Mounir, Anne Fuchs, Ulla Ebeling, Roswitha Gerdt und Angelina Veit (v.l. und an ihren jeweiligen Einsatzorten) sind fünf der Ehrenamtlichen, ohne die in Ahlen so einiges
Elham Mounir, Anne Fuchs, Ulla Ebeling, Roswitha Gerdt und Angelina Veit (v.l. und an ihren jeweiligen Einsatzorten) sind fünf der Ehrenamtlichen, ohne die in Ahlen so einiges Foto: Ralf Steinhorst

Ehrenamtliche sind ein wertvoller Baustein bei der Bewältigung gesellschaftlicher Aufgaben, ohne sie wäre vieles nicht möglich. Um das zu würdigen, hat die UN im Jahr 1986 den Internationalen Tag des Ehrenamts eingeführt, der seitdem jährlich am 5. Dezember abgehalten wird.

Allein bei der Caritas in Ahlen sind viele Ehrenamtliche in vielen Bereichen aktiv. Ulla Ebeling , Elke Holtkotte und Roswitha Gerdt zum Beispiel im Warenkorb. Jutta Gerdt gehörte mit zum Gründungsteam und ist somit schon 22 Jahre dabei. „Es gibt viele Menschen, die Hilfe brauchen“, begründet sie, warum sie im Warenkorb ihren Beitrag leisten will. Ulla Ebeling hat die 20-Jahre-Marke im Warenkorb auch schon überschritten und die gleiche Intention. Es sei aber nicht nur ein Geben, erklärt sie: „Die Gespräche mit den Kunden und den Teamkollegen geben viel zurück.“

Ulla Ebeling, Elke Holtkotte und Roswitha Gerdt (v. l.) können sich gar nicht vorstellen, nicht mehr im Team des Warenkorbs aktiv zu sein.

Ulla Ebeling, Elke Holtkotte und Roswitha Gerdt (v. l.) können sich gar nicht vorstellen, nicht mehr im Team des Warenkorbs aktiv zu sein. Foto: Ralf Steinhorst

Elke Holtkotte kam 2004 zum Sozialkaufhaus – ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes. „Ich wollte einfach für Menschen da sein.“ Sie suchte eine erfüllende Beschäftigung. Insgesamt 35 Ehrenamtliche zählt das Team des Warenkorbs mittlerweile.

Man rutscht da so rein und bekommt Spaß.

Anne Fuchs

Anne Fuchs war schon früh in ihrem Leben ehrenamtlich unterwegs. Als ihre Tochter den Kindergarten St. Ludgeri besuchte, schloss sie sich dem Vorbereitungsteam für Familiengottesdienste an und war auch Mitglied im Elternrat. „Man rutscht da so rein und bekommt Spaß“, sagt Fuchs lächelnd. Und sie findet, man sollte immer ein Ohr für die Mitmenschen haben und sich selbst nicht so im Blick haben. Bei ihr zogen sich die Ehrenämter weiter durchs Leben, von der Schule über St. Ludgeri bis hin zur Pfarrcaritas. Seit zwei Jahren leitet sie die Caritasgruppe „Hilfe vor Ort“ und betreut ältere Menschen. „Ein Leben ohne Ehrenamt kann ich mir nicht vorstellen“, betont sie.

Die Seniorin Erika Klyssek freut sich über den regelmäßigen Besuch von Anne Fuchs. Die hat dieses Mal ein kleines Geschenkmitgebracht.

Die Seniorin Erika Klyssek freut sich über den regelmäßigen Besuch von Anne Fuchs. Die hat dieses Mal ein kleines Geschenkmitgebracht. Foto: Ralf Steinhorst

Seit drei Jahren in Deutschland ist Elham Mounir. Die Ägypterin floh aus ihrer Heimat und bringt sich inzwischen ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit ein. „Ich wollte hier Freude bringen, sobald ich Deutsch sprechen kann – es gibt einem doch etwas, Menschen zu trösten“, sagt Elham Mounir rückblickend. Die deutsche Sprache hat sie inzwischen gelernt, zusätzlich mit Arabisch und Englisch kann sie vielseitig Hilfe leisten. Schon in Ägypten war sie ehrenamtlich tätig, hat dort Straßenkinder betreut. Mounir hat sogar Kinderheime mitgegründet.

Elham Mounir (l.) bespricht sich in regelmäßigen Abständen mit Angela Veit von der Caritas, die dort die Flüchtlingsarbeit koordiniert.

Elham Mounir (l.) bespricht sich in regelmäßigen Abständen mit Angela Veit von der Caritas, die dort die Flüchtlingsarbeit koordiniert. Foto: Ralf Steinhorst

In Deutschland hat sie dann im Internet recherchiert, wo sie ehrenamtlich helfen kann und stieß auf die Caritas. Dort ist sie in der Flüchtlingshilfe und hat die Patenschaft für eine alleinstehende syrische Mutter mit zwei Kindern übernommen. Die gelernte Bauingenieurin sucht eine Arbeit, will aber ihre ehrenamtliche Tätigkeit fortführen, auch wenn sie wieder beruflich tätig ist.

Entweder macht man es oder nicht – das ist eine Lebensaufgabe.

Roswitha Gerdt

Diese Sicht verbindet sie mit den anderen Ehrenamtlichen. „Entweder macht man es oder nicht – das ist eine Lebensaufgabe“, beschreibt es Roswitha Gerdt. Deshalb wollen alle auch so lange wie möglich dabeibleiben. Wobei sie sich auch jederzeit über Unterstützung freuen. „Wir suchen immer Ehrenamtliche“, betont Sabine Holzkamp vom Caritas-Team Ehrenamt deshalb. Was erfahrungsgemäß auch für viele andere Institutionen und Vereine in Ahlen gilt.

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