Hilfe für Einzelhandel und Gastronomie
Gutscheinverkauf startet Dienstag

Ahlen -

Andere Städte wie Ennigerloh oder Gütersloh haben es vorgemacht und waren zum Teil deutlich schneller. Aber nun, zweieinhalb Wochen vor Weihnachten, wird die Idee eines von der Stadt subventionierten Einkaufsgutscheins auch in Ahlen noch umgesetzt. Die Formel lautet „20+5“.

Montag, 07.12.2020, 18:00 Uhr
 Sylvia Sommer, Dirk Schlebes, Timm Ostendorf und Jörg Hakenesch (v.l.) gaben am Montag den Start der Gutscheinaktion bekannt.
 Sylvia Sommer, Dirk Schlebes, Timm Ostendorf und Jörg Hakenesch (v.l.) gaben am Montag den Start der Gutscheinaktion bekannt. Foto: Peter Harke

Gut Ding will Weile haben. Manchmal auch etwas länger, als man es sich wünscht. Doch Timm Ostendorf ist froh, dass die von „Pro Ahlen“ Anfang November ergriffene Initiative zur Einführung eines subventionierten Einkaufsgutscheins nach dem Vorbild anderer Städte wie Gütersloh oder Ennigerloh letztlich doch noch zum Ziel geführt hat. Gemeinsam mit Kaufleute-Sprecherin Sylvia Sommer, Stadtkämmerer Dirk Schlebes und WFG-Geschäftsführer Jörg Hakenesch gab Ostendorf am Montag den Startschuss zu der Aktion, von der sich der Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung einen „kurzfristigen Impuls“ zur Unterstützung von Einzelhandel und Gastronomie erhofft, jenen Branchen, die zu den Hauptleidtragenden der Corona-Pandemie gehören. Zwar ist nun schon der 2. Advent verstrichen, aber bis Weihnachten bleiben noch gut zwei Wochen und sicher sind auch viele Ahlener noch auf der Suche nach passenden Geschenken.

...damit das Geld in Ahlen bleibt und nicht im Internet verschwindet.

Dirk Schlebes

Neben dem nötigen organisatorischen Vorlauf nennt Dirk Schlebes als weiteren Grund für die Verzögerung, dass es „Rückfragen aus der Politik“ gegeben habe. Nachdem die beantwortet waren, konnten der Bürgermeister und die Vorsitzenden der beiden größten Ratsfraktionen ihre Unterschriften unter ei­ne Dringlichkeitsentscheidung setzen, mit der 200 000 Euro aus der Stadtkasse freigegeben wurden, um den „Ahlen-Gutschein 20+5“ auf den Weg zu bringen. Hinzu kommen 35 000 Euro für Druck und Werbung. Die Formel „20+5“ besagt: Der Gutschein kostet 20 Eu­ro, hat aber – befristet bis zum 31. März 2021 – einen Wert von 25 Euro. Auch der Kämmerer, normalerweise ein strenger Hüter des städtischen Haushalts, findet die Idee gut – „damit das Geld in Ahlen bleibt und nicht im Internet verschwindet“. Die Auflage beträgt 40 000 Stück – im besten Fall werden also eine Million Eu­ro Umsatz generiert.

Maximal vier Gutscheine pro Person

Erhältlich sind die Gutscheine – jeweils maximal vier pro Person – ab Dienstag und zunächst bis zum 24. Dezember in der Vorverkaufsstelle der Stadthalle, bei der VHS im Alten Rathaus, im „Cinema Ahlen“ sowie in den Stadtteilbüros an der Hansastraße und der Gemmericher Straße. In der kommenden Woche, vom 14. bis 18. Dezember, gesellt sich auch noch die Sparkasse an der Moltkestraße als Ausgabestelle hinzu. Firmen, die eine höhere Stückzahl benötigen, um ihre Mitarbeiter als Trostpflaster für die ausfallende Weihnachtsfeier damit zu überraschen, sollen sich mit dem Vorzimmer von Dirk Schlebes (Telefon 5 93 11) in Verbindung setzen.

Ansprechpartner für Händler und Gastronomen, die die Gutscheine einlösen möchten, ist Carlo Pinnschmidt bei der WFG (Telefon 96 43 03, E-Mail pinnschmidtc@stadt.ahlen.de). Bisher machen 35 Betriebe mit, aber Timm Ostendorf geht fest davon aus, dass es noch mehr werden. Die Liste wird auf der Homepage der Stadt (www.ahlen.de) veröffentlicht und laufend aktualisiert.

Zu der von der FDP ins Spiel gebrachten digitalen Variante des Gutscheins sagt der Kämmerer, dies wäre „in der Kürze der Zeit nicht umsetzbar“ gewesen und bleibe „ei­n Arbeitsauftrag fürs nächste Mal“.

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