„Keiner geht verloren“
Hilfe auf dem Weg zum Glück

Ahlen -

Zwei Fachleute hat sich der Verein „Keiner geht verloren“ in die Vorstandsspitze geholt. Burkhard Knepper und Dieter Werner berichten von ihren Zielen.

Montag, 04.01.2021, 14:45 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 17:35 Uhr
Netzwerke stärken, zum Wohle der Jugendlichen – das sehen Burkhard Knepper und Dieter Werner als vorrangige Aufgaben des Vereins „Keiner geht verloren“ an
Netzwerke stärken, zum Wohle der Jugendlichen – das sehen Burkhard Knepper und Dieter Werner als vorrangige Aufgaben des Vereins „Keiner geht verloren“ an Foto: Peter Schniederjürgen

Seit kurzem hat der Verein „Keiner geht verloren“ (KGV) eine neue Führungsspitze. Burkhard Knepper bekleidet das Amt des ersten und Dieter Werner das des zweiten Vorsitzenden. Der Verein hat sich damit zwei Fachleute in die Führung geholt. Denn: „Wir sind in erster Linie in der sozialen Jugendarbeit und der Berufsfindung aktiv“, erklärt Geschäftsführer und Mitgründer Bernhard Recker die Inhalte der Vereinsarbeit.

Aufgrund meiner weiteren ehrenamtlichen Arbeit bin ich noch immer gut vernetzt.

Burkhard Knepper

Hier stärkt die neue Spitze die Effizienz enorm. Burkhard Knepper war Leiter des Jugendamts und bis zu seiner Pensionierung Fachbereichsleiter in der städtischen Sozialabteilung. „Aufgrund meiner weiteren ehrenamtlichen Arbeit, zum Beispiel für die Arbeiterwohlfahrt , bin ich noch immer gut vernetzt“, sagt Burkhard Knepper. Praktisch heißt das, er kann sich mit seinen ehemaligen Mitarbeitern, Kollegen und Bekannten aus vergangenen Arbeitstagen noch immer gut und schnell austauschen. „Damit wird die Vernetzung gestärkt und die Palette der Möglichkeiten für unsere Jugendlichen deutlich erweitert“, fasst Knepper zusammen.

Der zweite Vorsitzende Dieter Werner steht noch aktiv im Berufsleben. Er war lange Zeit Ausbildungsleiter in einem großen Unternehmen. Damit bringt Dieter Werner die Praxisnähe und den Kontakt zu anderen Firmen mit. Als aktiver „Personaler“ weiß er sehr gut, worauf es bei der Berufswahl für Bewerber und ebenso für den Betrieb ankommt. „Es ist vor allem eine Vertrauenssache, jemanden einzustellen, den man anschließend drei Jahre mitnehmen muss“, führt Dieter Werner aus.

Corona geht, doch die Fachkräfte bleiben.

Dieter Werner

So richtet der Ausbildungsexperte sein Augenmerk auf die Bewerber und nicht selten auch auf die Eltern. „Wir müssen oft überzogene Vorstellungen auf den Boden der Möglichkeiten holen“, weiß Werner. Denn nicht immer seien Abitur und Studium der Weg zum persönlichen Glück. Hier setzt der erfahrene Ausbilder an.

Obendrein hat Dieter Werner gute Beziehungen zu den Kollegen in anderen Ahlener Unternehmen. „Die sind für uns ganz wichtig, denn wir setzen auf das Vertrauen in die Qualität der von uns vorgeschlagenen Bewerber. Gewissermaßen als Garantie“, erklärt er. Er kann den Unternehmen, besonders den kleineren Betrieben, die „Nachsorge“ der Auszubildenden durch den Verein garantieren, was vielen Unternehmern den Schritt zur Ausbildung erleichtere. Schließlich hat der KGV bis jetzt deutlich über 300 Jugendlichen eine solide berufliche Existenz ermöglicht. Für Dieter Werner ist klar: Die Förderung der jungen Leute muss weitergehen, schon im Eigeninteresse der Unternehmen. „Denn Corona geht, doch die Fachkräfte bleiben“, stellt er klar. Und damit zahle es sich aus, auch in der Krise weiter auszubilden.

Wir haben zurzeit praktisch eine Eins-zu-Eins-Betreuung.

Bernhard Recker

Beide Vorsitzenden haben einen lokalen Bekanntheitsgrad. „Das ist für uns zusätzlich in der Spendeneinwerbung wichtig“, fasst Bernhard Recker zusammen. Denn in Zeiten rückläufiger Zuwendungen müsse sich der rein spendenfinanzierte Verein sehr intensiv um weitere Mittel bemühen. „Wir haben zurzeit praktisch eine Eins-zu-Eins-Betreuung. Das bedingt viele Betreuer, was hohe Kosten verursacht“, hebt der Geschäftsführer hervor. Auch hier will die neue Vereinsführung das Netzwerk dichter weben.

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