Am Wochenende wurde im St. Vinzenz geimpft
„Ein guter Tag für die Einrichtung“

Ahlen -

Im „St. Vinzenz am Stadtpark“ wurde am Wochenende im Akkord geimpft. Die allermeisten Bewohner und 70 Prozent des Personals ließen sich die erste Dosis verabreichen.

Sonntag, 10.01.2021, 19:00 Uhr
Dr. Bernfried Leifeld setzt am Oberarm von Manfred Lechtenberg die Spritze an. Der Leiter des Behinderten-Wohnheims „St. Vinzenz am Stadtpark“ ging am Samstag mit gutem Beispiel voran, dem 70 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter folgten.
Dr. Bernfried Leifeld setzt am Oberarm von Manfred Lechtenberg die Spritze an. Der Leiter des Behinderten-Wohnheims „St. Vinzenz am Stadtpark“ ging am Samstag mit gutem Beispiel voran, dem 70 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter folgten. Foto: Dierk Hartleb

Der Impfstoff kam am Samstag auf die Minute pünktlich: Um 9 Uhr wurden 250 Ampullen in einem Kühlwagen am „St. Vinzenz am Stadtpark“ angeliefert. „So konnten wir um 10 Uhr mit der Impfung beginnen“, freute sich Einrichtungsleiter Manfred Lechtenberg .

Auf das ­­­­aus Warendorf verstärkte Impfteam um den Ahlener Internisten Dr. Bernfried Leifeld wartete bereits die erste Wohngruppe der Behinderteneinrichtung. „Nach dem jüngsten Infektionsgeschehen im Haus mussten wir eine Gruppe mit 13 Personen komplett herausnehmen“, erklärte Lechtenberg. Sie befänden sich zusammen mit zehn Mitarbeitenden in Quarantäne. Das größte Risiko gehe nun einmal von Letzteren aus, „denn sie leben mitten in der Gesellschaft“.

Erfreulich hohe Impfbereitschaft

Ansonsten sei die Impfbereitschaft unter den 142 Bewohnerinnen und Bewohnern mit 90 Prozent erfreulich hoch, stellte Lechtenberg nachdrücklich fest. Und immerhin wollten sich auch 70 Prozent der 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter impfen lassen. Lechtenberg ging selbst mit gutem Beispiel voran und ließ sich den Pieks geben. „Ich habe so gut wie nichts von dem Einstich gespürt“, meinte er. Anschließend galt für alle die obligatorische halbe Stunde Ruhezeit, um mögliche allergische Reaktionen auszuschließen.

Wir haben vorher bei allen das Einverständnis eingeholt.

Manfred Lechtenberg

Der reibungslose Ablauf war das Ergebnis einer minuziösen Vorbereitung. „Wir haben vorher bei allen das Einverständnis eingeholt“, unterstrich Lechtenberg. In den Fällen, in denen das nicht möglich war, sei der gesetzliche Betreuer gefragt worden. Alles sei freiwillig, niemand solle und könne gezwungen werden.

Nachdem das Bundesgesundheitsministerium grünes Licht gegeben hat, wurden auch in Ahlen aus den angelieferten Ampullen mit dem Corona-Impfstoff „Corminaty“ von Biontech/Pfizer soweit möglich sechs statt fünf Impfdosen entnommen.

„Wir sind Dr. Leifeld außerordentlich dankbar“, sagte Lechtenberg. Er habe im Haus viele PCR-Tests durchgeführt und sich mit dem Kreisgesundheitsamt und der Kassenärztlichen Vereinigung ins Benehmen gesetzt und den Termin koordiniert.

Noch Impfdosen für die Feuerwehr übrig

Unterstützt wurden Leifeld und sein Praxisteam von Dr. Romanus Röhnelt, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, und Dr. Magdalena Schönborn, Kinderärztin in Warendorf, sowie deren Mitarbeiterinnen. In den Kinderarztpraxen ist Impfen Alltagsgeschäft. Aber Kinder seien oft unkomplizierter als Erwachsene, meinte eine Assistentin augenzwinkernd.

Christoph Münstermann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der St.-Vincenz-Gesellschaft als Träger, meinte zufrieden: „Das ist für die Menschen in unserer Einrichtung ein guter Tag.“

Am Sonntag ging es weiter: Weil genügend Impfdosen zur Verfügung standen, wurden auch noch mehrere Kräfte der Feuer- und Rettungswache geimpft. Natürlich auch hier nur auf freiwilliger Basis.

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