Gutscheinaktion verlängert
„Damit das Geld in Ahlen bleibt“

Ahlen -

„20+5“ – nach dieser Formel lässt sich bares Geld sparen beim Einkauf oder Restaurantbesuch. Obwohl beides zurzeit nur eingeschränkt möglich ist, erfreut sich der von der Stadt subventionierte „Ahlen-Gutschein“ reger Nachfrage.

Dienstag, 12.01.2021, 07:30 Uhr
„Auf Vorrat“ kauften Walter und Brigitte Rast vier Gutscheine bei Carlo Pinnschmidt. Sobald die Geschäfte wieder öffnen dürfen, will das Ehepaar sie einsetzen.
„Auf Vorrat“ kauften Walter und Brigitte Rast vier Gutscheine bei Carlo Pinnschmidt. Sobald die Geschäfte wieder öffnen dürfen, will das Ehepaar sie einsetzen. Foto: Peter Harke

Erst am 8. Dezember startete endlich auch in Ahlen der Verkauf eines von der Stadt subventionierten Einkaufsgutscheins. Deutlich später als beispielsweise in Gütersloh, wo man sich die Idee abgeguckt hatte, aber theoretisch gerade noch rechtzeitig, um den örtlichen Einzelhandel und die Gastronomie im für sie so (über-)lebenswichtigen Weihnachtsgeschäft auf den letzten Metern zu unterstützen. Doch dann, acht Tage vor Heiligabend , mussten Läden und Restaurants wieder schließen. Dennoch erfreute sich der „Ahlen-Gutschein 20+5“ reger Nachfrage. Bis Ende vergangener Woche wurden 5800 der 40 000 gedruckten Exemplare verkauft und davon rund 1000 eingelöst. Nicht schlecht, aber sicher noch steigerungsfähig.

Da vom aktuellen Lockdown auch einige der ursprünglichen Ausgabestellen betroffen sind, wie die Volkshochschule oder das Kino, geht die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) jetzt selbst in die Offensive, um den Absatz weiter anzukurbeln. „Damit das Geld in Ahlen bleibt“, wie Stadtmarketingmanager Carlo Pinnschmidt erklärte, der sich am Samstag zum ersten Mal mit ei­nem leuchtend-grünen Zeltpavillon am Rande des Wochenmarkts vor dem Alten Rathaus postierte.

Einige Gläser Wein gehen „auf die Stadt“

„Ein bisschen schleppend“ sei es zu Beginn gewesen, „aber jetzt läuft‘s“, berichtet Pinnschmidt – mit Mundschutz und Strickmütze ge­gen Corona und die Kälte geschützt – um kurz vor halb zwölf. Dann muss er das Gespräch mit der Presse auch schon un­terbrechen, um die nächsten Kunden zu bedienen. Walter und Brigitte Rast kaufen vier Gutscheine – „auf Vorrat“, wie sie sagen, in der Hoffnung, „dass die Geschäfte bald wieder öffnen dürfen“. „Konkret“, so Brigitte Rast, „wissen wir noch nicht, wofür wir sie einlösen werden.“ Dieter Massin hingegen, auch er ersteht vier Gutscheine, will diese „auf jeden Fall in Wein umsetzen“. 80 Euro muss er bezahlen, für hundert Euro kann er einkaufen – da gehen dann also einige Gläser sozusagen „auf die Stadt“, die für den Differenzbetrag aufkommt.

Fast 50 Betriebe machen mit

Eine Frau möchte auf ei­nen Schlag 15 Gutscheine haben, blättert ohne mit der Wimper zu zucken 300 Euro in bar dafür hin. „So macht das doch Spaß“, freut sich Carlo Pinnschmidt und klärt auf, dass die Abgabemenge nicht mehr auf vier Stück pro Person begrenzt ist wie zu Beginn der Aktion. Auch deren Dauer soll um drei Monate verlängert werden, bis zum 30. Juni. „Sonst macht‘s ja keinen Sinn“, findet Pinnschmidt, denn ein Ende des Lockdowns sei einstweilen nicht absehbar. Die meistgestellte Frage, wo die Gutscheine angenommen werden, beantwortet er mit Verweis auf die Internetseite der Stadt. Dort sind mittlerweile fast 50 Betriebe gelistet, die mitmachen. Und es kämen immer noch welche hinzu, so Pinnschmidt, der auch am morgigen Mittwoch und am Samstag wieder ab 10 Uhr auf dem Markt stehen wird.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7761540?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker