Aktion „Kita-Mobil“
Aufgaben aus der Schatzkiste

Dolberg -

Einmal wöchentlich besuchen die Erzieherinnen des Familienzentrums St. Lambertus in Dolberg die Kinder, die derzeit nicht in der Kindertagesstätte zu Gast sind. Mit im Gepäck ist eine geheimnisvolle Schatzkiste.

Dienstag, 19.01.2021, 13:40 Uhr
Besuchen die Kinder zu Hause (v.l.): Gaby Hempelmann, Marie Harms und Dr. Ludger Kaulig.
Besuchen die Kinder zu Hause (v.l.): Gaby Hempelmann, Marie Harms und Dr. Ludger Kaulig. Foto: Peter Schniederjürgen

Kann das Kind nicht zur Kindertageseinrichtung, kommt diese eben zum Kind. So hält es das Familienzentrum St. Lambertus in Dolberg. In der katholischen Einrichtung touren die Erzieherinnen im Wechsel zu ihren Schützlingen nach Hause und sorgen für den Kontakt und ein pädagogisches Angebot. Titel der Aktion ist „Kita-Mobil“. Dabei stehen die Mitarbeiter der Kita auch den Eltern für deren Sorgen und Nöte als Ansprechpartner zur Verfügung.

„Wir besuchen alle Familien, deren Kinder jetzt zuhause bleiben müssen, einmal in der Woche“, sagt Kita-Leiterin Gaby Hempelmann . Im Gepäck ist eine Schatzkiste mit kleinen Aufgaben und Spielen für die Kinder. „Sie umfassen verschiedene Bereiche: Zahlen, Literatur und mehr“, sagt Marie Harms . So sollen die Kinder zum Beispiel Zahlen, die anhand von Würfeln dargestellt sind, mit der gleichen Anzahl von Büroklammern präsentieren. Solche und andere Lernspiele sollen den pädagogischen Anspruch auf frühe Förderung, aber auch die Beschäftigung der Kinder gewährleisten.

Damit trägt das Familienzentrum seine Aufgabe an die Haustür der Familien.

Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig

Die Erzieherinnen stehen auch den Eltern in diesen Zeiten von oft heftiger Doppelbelastung als Ansprechpartner zur Verfügung. „Damit trägt das Familienzentrum seine Aufgabe an die Haustür der Familien“, lobt Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig, Seelsorger der Einrichtung, die Aktion. Da die St.-Lambertus-Mitarbeiter meist zu zweit unterwegs sind, ist auch mal der Pfarrer mit auf „Kita-Mobil“-Tour.

„Wir stellen häufig fest, wie sehr die Familien unter der Doppelbelastung, Homeoffice und parallele Kinderbetreuung, stöhnen“, berichtet die Kita-Leiterin. Hier seien die Mitarbeiterinnen zunächst einmal der seelische Ascheneimer. Wenn jedoch die Probleme zu groß werden, seien sie kompetente Vermittler, um die gestressten Eltern mit den geeigneten Hilfsmöglichkeiten zusammenzubringen. „Das ist eine der Kernaufgaben der Familienzentren“, betont Gaby Hempelmann.

Wir beraten und helfen auch gern anderen und auch überkonfessionell.

Gaby Hempelmann

Sie unterstreicht auch, dass das Zentrum nicht nur den Familien offen steht, deren Kinder dort betreut werden. „Wir beraten und helfen auch gern anderen und auch überkonfessionell“, stellt sie klar. Der Hausbesuch hält sich konsequent an die Corona-Verordnungen und findet an der Tür statt.

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