Ortsausschuss begrüßt Betriebserweiterung am Bosenberg
„Herotec“ braucht mehr Platz

Vorhelm -

Dass ein Betrieb expandiert, ist in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten eine Nachricht, die positiv stimmt. So auch bei den Erweiterungsplänen der Firma „Herotec“, die jetzt im Ortsausschuss Vorhelm auf der Tagesordnung standen.

Mittwoch, 20.01.2021, 16:58 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 11:43 Uhr
Die Firma „Herotec“ stößt an ihre räumlichen Grenzen und will daher die anliegende Freifläche entwickeln. Dazu wurde jetzt eine entsprechende Erweiterung des Bebauungsplans durch den Ortsausschuss auf den Weg gebracht.
Die Firma „Herotec“ stößt an ihre räumlichen Grenzen und will daher die anliegende Freifläche entwickeln. Dazu wurde jetzt eine entsprechende Erweiterung des Bebauungsplans durch den Ortsausschuss auf den Weg gebracht. Foto: Christian Wolff

Als „sehr gute Entwicklung im Gewerbegebiet Bosenberg“ bezeichnete Hubertus Beier die Erweiterungspläne der Firma „Herotec“ am Bosenberg. „Das kann man im Sinne einer guten Entwicklung unserer Gewerbeflächen nur unterstützen“, so der Vorsitzende. Und neben ihm gaben auch die weiteren Mitglieder des Vorhelmer Ortsausschusses am Dienstagnachmittag grünes Licht, eine entsprechende Erweiterung des Bebauungsplans auf den Weg zu bringen.

Wie Stadtplaner Markus Gantefort ausführte, sind sämtliche Expansionsmöglichkeiten für das Unternehmen, das sich seit mehr als vier Jahrzehnten auf Fußboden- und Flächenheizungen sowie Wärmeböden spezialisiert hat, inzwischen ausgeschöpft. In den vergangenen Jahren habe es immer wieder Ansätze gegeben, die südlich angrenzenden Flächen zur Erweiterung des Betriebsstandorts zu überplanen, doch sei das nie über die Planungsphase hinaus konkretisiert und weiterverfolgt worden.

Baufenster soll großzügig gestaltet werden

Um dem kurzfristigen Bedarf an Gewerbehallen nachzukommen und dem Betrieb darüber hinaus ausreichenden und längerfristigen Spielraum für zukünftige Erweiterungen einzuräumen, soll das Baufenster laut Verwaltungsvorlage innerhalb der gewerblichen Fläche möglichst großzügig gestaltet werden. Zum östlich angrenzenden Wirtschaftsweg im Übergang zum Vinckewald und zum südlich angrenzenden Wirtschaftsweg und damit im Übergang zur freien Landschaft würde das Betriebsgrundstück eine breite Randeingrünung erhalten. Darüber hinaus werde mit der Festsetzung eines Pflanzstreifens den Darstellungen des Flächennutzungsplans innerhalb des Geltungsbereichs entsprochen.

Hubert Papenfort (CDU) wies darauf hin, dass auf jeden Fall die Entwässerung auf der vorgesehenen Wiese zu beachten sei: „Ich weiß, dass wir mit der Feuerwehr regelmäßig dort waren, weil das Gelände unter Wasser stand.“ Gantefort beruhigte: „Genau das soll im Planverfahren ja geregelt werden. Die Entwässerung wird genau geprüft und berechnet.“

Hinweis auf Probleme bei der Entwässerung

Um den Betriebsstandort im Gewerbegebiet Vorhelm-Bahnhof langfristig zu sichern und der Firma „Herotec“ die Möglichkeit einzuräumen, am aktuellen Standort weiter zu expandieren, empfahl die Verwaltung bereits in ihrer Vorlage, die Aufstellung der Erweiterung des Bebauungsplans Nummer 72.2 „Gewerbegebiet Vorhelm-Bahnhof / Teilbereich Süd“ zu beschließen. Der Ausschuss kam dem einstimmig nach.

Für die Zukunft hält es Hubert Papenfort darüber hinaus für wünschenswert, dass die Zufahrt zu „Herotec“ und den weiteren Gewerbebetrieben auf dem ehemaligen Zementwerk ebenso in den Fokus rückt – fahrbahn- und brückentechnisch. Die Unterführung der Deutschen Bahn am Abzweig Alte Ladestraße mache keinen guten Eindruck, auch wenn sie als standsicher deklariert ist. Ein Umstand, der schon vor 13 Jahren bei der Diskussion um den Bau einer Biogasanlage scharf kritisiert wurde.

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