Bauprojekt zwischen Hauptstraße und Loh
Thiemann: „Einbeziehung historischer Substanz“

Vorhelm -

Viele historische Bauten gibt es in Vorhelm nicht mehr. Von daher hält Alfred Thiemann die Integration alter Substanz in das aktuelle Neubauvorhaben an der Hauptstraße für sinnvoll. Doch die Chancen dafür stehen schlecht.

Donnerstag, 21.01.2021, 05:18 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 05:21 Uhr
Zwar steht der historische Lager- und Werkstattanbau nicht unter Denkmalschutz, aber Alfred Thiemann hält eine Einbeziehung der Altbausubstanz in das Neubauprojekt für einen Gewinn bei der Dorfkernentwicklung. Doch Stadtplaner Markus Gantefort machte ihm da wenig Hoffnung.
Zwar steht der historische Lager- und Werkstattanbau nicht unter Denkmalschutz, aber Alfred Thiemann hält eine Einbeziehung der Altbausubstanz in das Neubauprojekt für einen Gewinn bei der Dorfkernentwicklung. Doch Stadtplaner Markus Gantefort machte ihm da wenig Hoffnung. Foto: Christian Wolff

Etwas überraschend kam für die Mitglieder des Ortsausschusses Vorhelm vor wenigen Tagen die Planung von fünf neuen Mehrfamilienhäusern im Dorfkern zwischen Hauptstraße und dem Loh auf den Tisch (wir berichteten). Die Verwaltung war schon etwas länger eingeweiht, wie Stadtplaner Markus Gantefort am Dienstagnachmittag bei der Sitzung in der Stadthalle berichtete.

Insgesamt sei die Idee „sehr wohlwollend aufgenommen“ worden, wie Gantefort ausführte, weil es heute nur noch wenige Möglichkeiten gebe, attraktive Bauflächen im Dorfinneren zu entwickeln. Zwar wurde der Aufstellungsbeschluss einstimmig gefasst, doch einige mahnende Worte gab es auch. „Es gibt in Vorhelm nur noch wenig Altbausubstanz“, sagte Alfred Thiemann („Rathausfreunde“). Daher sei ihm hinter dem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus, das nun für das Bauprojekt abgerissen werden soll, ein historisches Lager- und Werkstattgebäude aufgefallen. „Es steht sicherlich nicht unter Denkmalschutz, aber hier stellt sich auch die Frage des Stadtbilds.“ Von daher sei die Integration des baulichen Kleinods in den Neubaubestand eine lohnenswerte Überlegung. „Wissenschaftler sprechen davon, dass eine Stadt ihre Geschichte selbst erzählen muss. Und der Bund Heimatkultur sagt, dass Dörfer nicht zu reinen Wohnquartieren herabgestuft werden dürfen“, so Thiemann.

Gantefort: „Vom Grundsatz her gut“

Stadtplaner Gantefort nahm die Idee auf, befand sie „vom Grundsatz her für gut“, machte dem Fraktionslosen jedoch wenig Hoffnung auf Umsetzung, denn genau dort, wo das Lagerhaus steht, sei die Erschließungsstraße vorgesehen. Immerhin werde die Weide, die eine anliegende Brunnenanlage schmückt, erhalten.

Burkhardt Engelke (Die Grünen) erinnerte die Ausschusskollegen daran, dass es in Vorhelm noch kein Mehrgenerationenhaus gebe. „Hier wäre doch ein guter Ort dafür“, meinte er. Ulrich Averberg (CDU) hofft, dass die Chance auf einen breiteren Gehweg genutzt wird.­

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