Im Bahnhof
Lack wirkt gegen Coronaviren

Ahlen -

Der Ahlener Bahnhof kriegt Lack. Aber richtig! Anti-Corona-Lack kommt auf alle Kontaktflächen.

Donnerstag, 21.01.2021, 18:01 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 18:10 Uhr
Nach dem neuen Anstrich gibt‘s für den Bahnhof auch noch Lack. Anti-Corona-Lack, um genau zu sein.
Nach dem neuen Anstrich gibt‘s für den Bahnhof auch noch Lack. Anti-Corona-Lack, um genau zu sein. Foto: Dierk Hartleb

Nach einem neuen Anstrich erhält der Ahlener Bahnhof auch noch einen einen Anti-Corona-Lack. Damit gehört Ahlen zu den insgesamt 209 Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen, die im Laufe dieses Jahres mit diesem besonderen Anti-Viren-Lack ausgestattet werden.

Baustein des Hygienekonzepts

Die Schutzmaßnahme ist ein weiterer Baustein des Hygienekonzepts der Deutschen Bahn , um die Bahnhöfe für die Reisenden sicherer zu machen, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn. Lackiert werden häufig genutzte Kontaktflächen wie Handläufe an den Treppenaufgängen. Inwieweit die noch zu installierenden Aufzüge einbezogen werden, bleibt abzuwarten und hängt von ihrer Inbetriebnahme ab, Damit wird das bestehende Hygienekonzept, das die Bereitstellung von Desinfektionsspendern, ein Wegeleitsystem, Abstandsmarkierungen sowie eine häufigere Reinigung umfasst, weiter ergänzt.

Das Ansteckungsrisiko für Krankheiten wie Covid-19 ist damit deutlich geringer.

Stephan Boleslawsky

Den Auftakt machte die Bahn am Essener Hauptbahnhof. Hier wurden die ersten 34 Treppengeländer und die Kontaktflächen an fünf Aufzügen mit dem Anti-Corona-Lack gestrichen. Er soll rund 99,9 Prozent aller Coronaviren und andere Keime abtöten. „Durch den Einsatz des Lacks wird die Übertragung von Keimen und Bakterien minimiert“, so Stephan Boleslawsky, Regionalbereichsleiter der DB Station&Service West. „Das Ansteckungsrisiko für Krankheiten wie Covid-19 ist damit deutlich geringer. Wir leisten somit einen aktiven Schutz zur Gesundheit unserer Reisenden und Besucher.“

Anti-Corona-Lack kommt auch auf Türgriffe.

Anti-Corona-Lack kommt auch auf Türgriffe. Foto: Dierk Hartleb

Der Einsatz des Schutzlacks kostet rund 200 000 Euro und wird über das „Sonderprogramm kommunale Verkehrsinfrastruktur ÖPNV“ des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

„Permanente Reinigung, Desinfektion und Virenschutz-Lack: Das ist der bestmögliche Infektionsschutz“, sagt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Diesen wichtigen Beitrag im Hygiene-Konzept der Bahn fördern wir gern.“

Nicht weniger als fünf Grad Celsius

Nach dem Essener Hauptbahnhof wurde der Lack noch im Dezember auch in Bochum-Dahlhausen, Bottrop Hauptbahnhof und an einigen Duisburger Stationen aufgetragen. Beim Auftragen des Lacks darf es nicht kälter als fünf Grad Celsius sein.

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