Digitaler Treff
Neujahrshallo übers Netz

Ahlen -

Das traditionelle Neujahrshallo des Stadtteilbüros musste pandemiebedingt neue Wege gehen. Mit Erfolg. Der Austausch der Akteure lief reibungslos.

Donnerstag, 28.01.2021, 14:54 Uhr aktualisiert: 28.01.2021, 15:00 Uhr
So sah es aus, das digitale Neujahrshallo, bei dem sich die Akteure aus dem Südosten austauschten.
So sah es aus, das digitale Neujahrshallo, bei dem sich die Akteure aus dem Südosten austauschten. Foto: privat

Die erste Veranstaltung im Jahr im Ahlener Südosten ist das Neujahrshallo. Dazu hatte das Stadtteilbüro unter Leitung und Moderation von Hermann Huerkamp wie in den vergangenen Jahren sowohl die Mitglieder des Sozial-Präventiven Netzwerks als auch aktive Mitglieder aus den Einrichtungen und Organisationen eingeladen. Diesmal wurde der Situation entsprechend eine Zoom-Konferenz gestartet, in die sich über 90 Minuten mehr als 30 Teilnehmer einschalteten.

In den vergangenen Jahren war das Hallo immer ein formloses Treffen im Glückaufheim zum freien, ungezwungenen Austausch untereinander gewesen, diesmal lief es anders. Das Stadtteilbüro hatte zur Einladung den Link zur Teilnahme verschickt, aber es wurde auch stilecht zu Neujahr mit den Zugangsdaten vorab ein Piccolo übergeben. Die Überraschung und Freude bei den Teilnehmern über so eine „prickelnde Einladung“, wie Sabine Holzkamp von der Caritas es ausdrückte, war groß.

Aktuelles aus den Einrichtungen

Inhaltlich berichteten die Akteure über die aktuellen Abläufe und Problemstellungen in den Schulen, Grundschulen, Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Einrichtungen der Jugendhilfe und den Beratungsstellen. Alle Einrichtungen befolgen die AHA-Regeln wie selbstverständlich, haben aber auch neue Formate entwickelt. So bietet der Lunch Club noch ein tägliches Mittagessen für Bedürftige an, in den Schulen wird der Distanzunterricht in den Notgruppen begleitet, in Kindergärten werden für die Kinder, die nicht anwesend sind, Bastel- und Aktionsprojekte oder Mitmachvideos für Zuhause entwickelt. Das waren nur einige kreative Beispiele für den Umgang mit dem Lockdown.

Hermann Huerkamp moderierte.

Hermann Huerkamp moderierte. Foto: privat

Das Stadtteilbüro stellte auch den Stadtteiletat vor, der pauschale Finanzierungshilfen bietet und der aktuell ausgeschrieben ist. Einige Ideen wurden bereits genannt: Es fehlen für Bedürftige zum Teil medizinische Masken, ein Fahrdienst zum Impfzentrum Ennigerloh könnte notwendig sein, ebenso die Ausstattung armer Familien mit Endgeräten, damit die Kinder am Distanzunterricht teilnehmen können. „Insgesamt war die Resonanz überragend“, sagte Hermann Huerkamp sichtlich zufrieden mit dem digitalen Neujahrshallo. Unisono wurde festgestellt, dass es Spaß gemacht hat und es wichtig ist, sich auszutauschen, um voneinander zu wissen und zu lernen.

Blick in freie Gesichter

Alois Brinkkötter, Schulleiter der Fritz-Winter-Gesamtschule und Vorsitzender des Stadtteilforums, freute sich besonders über den intensiven Austausch mit freien, Gesichtern, denn alle Teilnehmer konnten in ihrem Büro auf ihre Maske verzichten und zeigten sich auch in der Diskussion sehr munter. Da das Experiment gelungen ist, werde als nächster Online-Termin das Sozial-präventive Netzwerk Mitte Februar organisiert, so das Fazit von Hermann Huerkamp.

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