60 Jahre Commerzbank in Ahlen
Von der Lohntüte zum Girokonto

Ahlen -

Fernschreiber und ein Nachttresor waren echte Innovationen – damals, als die Commerzbank ihre Filiale in Ahlen eröffnete.

Dienstag, 02.02.2021, 05:31 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 05:41 Uhr
Vor 60 Jahren eröffnete die Commerzbankfiliale an der Oststraße 30, dem Gutenberg-Haus. Später zog sie an die Weststraße.
Vor 60 Jahren eröffnete die Commerzbankfiliale an der Oststraße 30, dem Gutenberg-Haus. Später zog sie an die Weststraße. Foto: Historisches Archiv Commerzbank

Genau vor 60 Jahren, am Montag, 1. Februar 1961, eröffnete die Commerzbank ihre Filiale in Ahlen. Begonnen hatte es damals an der Oststraße 30. Heute befindet sich die Geschäftsstelle an der Weststraße 93-95. „Der Umzug wurde durch das stark zunehmende Geschäft in Ahlen nötig“, erklärt die Bereichsleiterin für Ahlen, Beckum und Hamm, Kirsten Sonnhof-Nix. Dabei betont sie die Bedeutung der Zweigstelle für die vielen Ahlener Geschäfts- und Privatkunden.

Aber am Freitag war es erst in dieser Zeitung zu lesen: Rund ein Drittel der Filialen soll schließen und zahlreiche Arbeitsplätze sollen eingespart werden. „Es wird am 11. Februar eine Pressekonferenz geben, bei der die künftige Strategie vorgestellt wird“, erklärt Kirsten Sonnhof-Nix dazu. Vorher sei alles reine Spekulation und da halte sie sich raus.

Der Umzug wurde durch das stark zunehmende Geschäft in Ahlen nötig.

Bereichsleiterin Kirsten Sonnhof-Nix

Stattdessen erinnert sie an die Anfänge in Ahlen. Mit der neuen Filiale habe das Geldinstitut der gestiegenen wirtschaftlichen Bedeutung der Region Rechnung getragen. Damals seien hier die brandaktuellen technischen Neuigkeiten eingebaut worden: Fernschreiber und ein Nachttresor für die Tageseinnahmen des Einzelhandels waren echte Innovationen. Letzterer gab bei Einschub einer vollen Kassette direkt eine leere ab. Das machte den Geschäftsleuten Einzahlungen außerhalb der Öffnungszeiten möglich. „In den 70er Jahren gab es einen weiteren Boom im Privatkundengeschäft: Das private Girokonto löste die Lohntüte ab“, erinnert die Bereichsleiterin. Das Girokonto wurde langsam zum Standard.

60 Jahre Filiale in Ahlen: Heutige Leiterin ist Kirsten Sonnhof-Nix.

60 Jahre Filiale in Ahlen: Heutige Leiterin ist Kirsten Sonnhof-Nix. Foto: Peter Schniederjürgen

So habe der wachsende Geschäftsumfang den Umzug zur Weststraße erforderlich gemacht. Zum 1. Dezember 1990 zog die Filiale an den heutigen Standort. „Mit dem Umzug entfiel auch das alte Erscheinungsbild“, schmunzelt Kirsten Sonnhof-Nix. Der lange schwere Banktresen wurde abgeschafft, die technische und optische Modernisierung stand ebenso an wie ein neues Kundenberatungskonzept. Großzügige, barrierefrei gestaltete Beratungszonen boten eine ruhige Besprechungsatmosphäre. Heute ist die zugängliche Filiale mit Geldautomaten und Selbstbedienungsterminals für Überweisungen und Auszüge auf dem technisch neuesten Stand.

Mein Team und ich bedanken uns bei unseren Kunden für ihr Vertrauen und ihre Treue.

Bereichsleiterin Kirsten Sonnhof-Nix

„Mein Team und ich bedanken uns bei unseren Kunden für ihr Vertrauen und ihre Treue“, sagt die Bankerin, „wir hätten gerne das Jubiläum gefeiert, leider macht uns Corona einen Strich durch die Rechnung.“ Während der Corona-Krise war das Filialteam zwar nicht durchgängig persönlich, aber telefonisch und per E-Mail für die Kunden da.

Das Zahlungsverhalten habe sich, so Kirsten Sonnhof-Nix, innerhalb der letzten Jahre erheblich verändert. So würden heute etwa 90 Prozent aller Überweisungen digital getätigt. „Allein die Zahl der Handyüberweisungen hat sich in den letzten drei Jahren verzehnfacht“, berichtet sie. Die Banking-App habe 1,6 Million aktive Nutzer. Ein Trend, den Corona verstärkte. „Viele Skeptiker hat unsere Sicherheitsgarantie, die vor Schäden schützt, überzeugt“, freut sich die Bereichsleiterin.

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