Neue Regelung sei „geeignet“
Bürgermeister fordert zum Mitmachen auf

Ahlen -

Bürgermeister Dr. Alexander Berger richtete einen Appell an alle Bürger, die verschärften Kontaktbeschränkungen mitzutragen.

Dienstag, 02.02.2021, 11:11 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 11:20 Uhr
Auf verstärkte Präsenz in Ahlen setzte die Polizei bereits vor Inkrafttreten der neuen Allgemeinverfügung des Kreises Warendorf. Dabei wird nicht nur die Fußgängerzone bestreift.
Auf verstärkte Präsenz in Ahlen setzte die Polizei bereits vor Inkrafttreten der neuen Allgemeinverfügung des Kreises Warendorf. Dabei wird nicht nur die Fußgängerzone bestreift. Foto: Christian Wolff

Als „geeignet, um dem Infektionsgeschehen in Ahlen entgegenzuwirken“, bewertet Bürgermeister Dr. Alexander Berger laut einer Pressemitteilung die neue Allgemeinverfügung des Kreises Warendorf. Seit Montag regelt sie in Ahlen, dass Haushalte nur noch Besuch von einer Person erhalten dürfen, wobei erwachsene Besucher von betreuungsbedürftigen Kindern begleitet werden dürfen.

Damit ist verbindlich für den Privatbereich geregelt, was bereits für den öffentlichen Raum landesweit als Empfehlung gilt (wir berichteten mehrfach). Die vom Kreis ergriffenen Maßnahmen müssten nach Ansicht Bergers „so schnell wie möglich ihre Bedeutung verlieren“. Voraussetzung dafür sei aber der nachhaltige Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenz für Covid-19-Neuinfektionen in Ahlen.

Mir ist bewusst, dass die Verschärfung nicht zu ungeteiltem Beifall führt.

Dr. Alexander Berger

„Nur durch die Einsicht und das aktive Mitmachen aller Menschen in Ahlen werden wir das hinbekommen. Mir ist bewusst, dass die Verschärfung nicht zu ungeteiltem Beifall führt“, reagiert Berger auf Kritik an der Maßnahme. Gleichwohl sei sie in der jetzigen Situation und bei dem bestehenden Sachverhalt sinnvoll. „Wenn es Hinweise darauf gibt, dass Infektionen ganz überwiegend in Familien weitergegeben werden, dann muss dort angesetzt werden, wo die Ursache liegt.“

Die Kontrolle der auf einigen Straßen und Plätzen geltenden Maskenpflicht sei zwar wichtig, aber nicht – wie gelegentlich suggeriert – allein ausreichend, um das Problem in den Griff zu bekommen. Überwachung sei ein nicht unwichtiger Baustein der Prävention, bedeutender sei aber ein anderer: „Es hilft nur die konsequent eingehaltene Distanz zwischen den Leuten. Die Experten vom Robert-Koch-Institut werden seit Wochen nicht müde, das zu betonen.“

Es hilft nur die konsequent eingehaltene Distanz zwischen den Leuten.

Dr. Alexander Berger

Die mitunter vorgebrachte Befürchtung, Teile der Bevölkerung würden mit Informationen nicht erreicht, entkräftet Dr. Alexander Berger indes: „Wir nutzen für die Kommunikation nicht nur die klassischen Infokanäle wie Zeitungen oder den Rundfunk.“ Tatsächlich erfolge zielgruppengenau direkte Ansprache über türkischsprachige Presseportale und Multiplikatoren. Auch über die Ahlen-App und die digitalen Angebote der Tageszeitung gelangten die wichtigsten Informationen sehr schnell in die Öffentlichkeit.

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