Vom Norden in die Innenstadt
Sedanstraße als Fahrradstraße heißer Favorit

Ahlen -

Auf der Nord-City-Achse empfiehlt sich die Sedanstraße als heißer Favorit für eine weitere Fahrradstraße in Ahlen.

Donnerstag, 04.02.2021, 11:15 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 11:20 Uhr
Vom Norden in die Innenstadt: Die Sedanstraße könnte Fahrradstraße werden.
Vom Norden in die Innenstadt: Die Sedanstraße könnte Fahrradstraße werden. Foto: Ulrich Gösmann

Das Wohngebiet im Schlüting – prädestiniert für die Einrichtung einer flächendeckenden Fahrradzone, finden die Bündnis-Grünen. Dem Antrag stellte Klaudia Froede , Leiterin der Stabstelle Mobilität und Klimaschutz, im Aussschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität den Hinweis gegenüber, die Sedanstraße auf möglichst ganzer Länge zur Fahrradstraße machen zu wollen. Unter Bürgerbeteiligung.

15 Straßen nennt die Liste, die dem Grünen-Antrag angeheftet ist. Eine solche Fahrradzone trage dazu bei, die Ziele des Klimabündnisses zu erreichen und das Mobilitätskonzept weiter zu entwickeln, heißt es in der Antragsbegründung. Mit dieser Zone werde eine Bevorrechtigung und Steigerung des Radverkehrs unter Beibehaltung des motorisierten Individualverkehrs bezweckt. Sie trage zur Verkehrssicherheit der Teilnehmenden bei, unter anderem durch die Verringerung der Unfallzahlen durch einen größeren Abstand zu stehenden Autos und der Verhinderung von Konflikten mit Fußgängern. Und: „Sie sorgt dafür, dass die Verkehrsteilnehmenden gleichberechtigt die Straßen nutzen können, dass Radfahrende wertgeschätzt und dazu motiviert werden, das Rad zu nutzen.“ Und weiter: Die Einrichtung einer Fahrradzone sei komfortabel, weil Radfahrer mehr Platz hätten als auf Radwegen und sie nebenein­ander fahren dürfen. Dieser Stadtbezirk sei bereits verkehrsberuhigt, durchgehend Tempo-30-Zone und damit prädestiniert dafür, den Radverkehr auf den Nebenstraßen in diesem Bezirk zu bündeln. Einige Einbahnstraßen seien schon für Fahrräder in entgegengesetzter Richtung freigegeben. Dies sei ein Hinweis darauf, Radverkehr in diesem Viertel zu fördern. Die Umsetzung einer Fahrradzone wäre eine konzeptionelle Weiterentwicklung. Abschließend der Hinweis auf zwei Schulen in diesem Stadtbezirk, eine Kita und einen Fahrradhändler samt Werkstatt. Das Quartier werde durch diese Maßnahme aufgewertet.

Kämmerer Dirk Schlebes kam gleich auf die Kosten zu sprechen: Rote Straßen wie in Münster – das sei eine aufwendige Sache. Schilder aufstellen, eine günstigere, die mit Bordmitteln zu stemmen sei. Ansonsten sei der Antrag Aufgabe für den Wirtschaftsplan 2022.

Ich denke, wir kriegen da ein riesiges Problem.

Martin Hegselmann

Martin Hegselmann (CDU) fragte nach Konsequenzen für den Parkraum im dicht besiedelten Wohnquartier: „Ich denke, wir kriegen da ein riesiges Problem.“ Bernd Meiwes (SPD) setzte ein „Gut“ hinter den Antrag – und ein „Aber“ mit dem Hinweis: „Wir brauchen ein Mobilitätskonzept“. An dem gerade mit Hochdruck gearbeitet werde, wie Stabsstellenleiterin Klaudia Froede erklärte. Sie habe die Sedanstraße im Blick, die sich als Verbindungsachse vom Norden bis in die Innenstadt auf ganzer Länge für eine Fahrradstraße anbiete.

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