Kita komplett geschlossen
Britische Mutation in Ahlen nachgewiesen

Ahlen -

Die sogenannte britische Mutation des Coronavirus hat Ahlen erreicht. Und die Pandemie forderte in der Wersestadt sechs weitere Todesopfer.

Mittwoch, 17.02.2021, 18:13 Uhr aktualisiert: 17.02.2021, 19:52 Uhr
Bereits seit dem 8. Februar ist die Kita „Villa Regine“ auf dem Westkamp nach einem Corona-Ausbruch geschlossen.
Bereits seit dem 8. Februar ist die Kita „Villa Regine“ auf dem Westkamp nach einem Corona-Ausbruch geschlossen. Foto: Peter Harke

Wie der Kreis Warendorf am Mittwoch mitteilte, sind mehrere Fälle der Variante B.1.1.7 in Ahlen nachgewiesen worden. Im Rahmen ei­ner Stichprobenuntersuchung wurde die positive PCR-Probe eines Kindes von einem Labor anlassunabhängig routinemäßig auf Mutationen untersucht und bestätigt. In weiteren Untersuchungen wurden bisher zwei weitere Fälle der Virusmutation laborbestätigt. Das Kind befindet sich zusammen mit seinen Familienangehörigen in der häuslichen Isolation.

Die Infektionskette wurde, wie es weiter von Seiten des Kreises heißt, zu einer Erzieherin in ei­ner Ahlener Kita zurückverfolgt. Dabei handelt es sich nach Recherchen unserer Zeitung um die „Villa Regine“ auf dem Westkamp. Die Einrichtung in Trägerschaft der Caritas ist aufgrund des Ausbruchs schon seit dem 8. Februar geschlossen und wurde komplett unter Quarantäne gesetzt.

Insgesamt ließen sich bei diesem Ausbruch 29 Coronafälle mit der britischen Virusvariante in Verbindung bringen. „Nach den Empfehlungen des RKI behandeln wir alle diese Infizierten so, als sei bei ihnen die Mutation nachgewiesen worden. Das heißt, sie werden am Ende der zehntägigen Isolation erneut getestet, um sicher zu stellen, dass keine Infektiösität mehr besteht“, erläutert Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes. Die Kontaktpersonen der Infizierten würden in den nächsten Tagen ebenfalls getestet und bei ihren Proben eine Sequenzierung in Auftrag gegeben. Das Kreisgesundheitsamt werde regelmäßig telefonisch Kontakt zu den Betroffenen halten und das städtische Ordnungsamt zudem die Einhaltung der Quarantäne streng kontrollieren.

Unterdessen meldete der Kreis am Mittwoch aus Ahlen sechs weitere Todesopfer in Zusammenhang mit Covid-19 auf einen Schlag. Ein Zusammenhang besteht nach Angaben von Kreissprecherin Kerstin Butz jedoch nicht. Eine 85-jährige Frau, ein 67-jähriger Mann, ein 88-jähriger Mann und ein 85-jähriger Mann verstarben in Krankenhäusern innerhalb und außerhalb des Kreisgebiets. Eine 79-jährige sowie eine 94-jährige Frau verstarben in Pflegeeinrichtungen. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle in der Wersestadt auf insgesamt 59.

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