Westen für Grundschulkinder
Immer sicher auf dem Rad

Ahlen -

Radfahren macht Spaß, wenn es sicher ist. Dafür sorgen bei Kindern Training und Warnwesten.

Sonntag, 28.02.2021, 06:05 Uhr aktualisiert: 28.02.2021, 14:25 Uhr
Mit den neuen Warnwesten sind die Kinder der Mammutschule immer gut zu sehen.
Mit den neuen Warnwesten sind die Kinder der Mammutschule immer gut zu sehen. Foto: Stadt Ahlen

„Es macht einfach Spaß, die Sonne auf dem Sattel zu genießen“, sagt Ahlens Mobilitätsmanager Lukas Ossenbrink und wundert sich nicht, dass mit den ersten frühlingshaften Tagen in großer Zahl Radfahrende zurückgekehrt sind auf Straßen und Wege in und um Ahlen. Das Fahrrad sei nun einmal wichtigstes Verkehrsmittel im Freizeitbereich sowie auf Kurzstrecken innerorts. Damit das Radfahren nicht nur Spaß macht, sondern Radler auch immer sicher an ihr Ziel kommen, ist gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr unverzichtbar. „Das gilt vor allem auch für Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Schule“, betont Lukas Ossenbrink.

Solche Konzentrationsübungen auf dem Rad helfen enorm, das Gleichgewicht zu halten.

Schulleiterin Elke Walter

An Kinder aus den Klassen drei und vier hat er jetzt Sicherheitswarnwesten in fünf verschiedenen Farben verteilt. Jede Weste ist mit zwei Reflektionsstreifen versehen, um die Sichtbarkeit im Dunkeln zu erhöhen. Bereits im vergangenen Herbst nahmen die Grundschulkinder an einem Radparcours-Training teil, das an vier Ahlener Grundschulen Sicherheit beim täglichen Radfahren vermittelte. „Dabei ging es darum, das Fahrrad auch in schwierigen Situationen gut zu beherrschen“, so Lukas Ossenbrink. Bei Fahrten über Wippen oder durch Kegellabyrinthe merkten die Jungen und Mädchen, dass es nicht immer einfach ist, in der rechten Spur zu bleiben.

Elke Walter, Leiterin der Mammutschule, findet das Fahrtraining absolut wichtig. „Manche unserer Kinder sind motorisch instabil. Solche Konzentrationsübungen auf dem Rad helfen enorm, das Gleichgewicht zu halten und damit sicher unterwegs zu sein.“

Vermeidung von „Elterntaxis“

Klaudia Froede leitet die städtische Stabsstelle für Klimaschutz und Mobilität. Das Fahrrad sei für viele Kinder das am besten geeignete Verkehrsmittel, um morgens zur Schule zu kommen. „Das ist nicht nur gesünder, sondern auch ökologischer“, findet sie. Zahlreiche „Elterntaxis“ auf kurzen Wegen verstopften regelmäßig am Morgen die Straßen vor den Schulen. Schlimmer noch sei der Schaden für die Umwelt. „Dabei wird nämlich unnötig CO in die Atmosphäre geblasen, worauf ohne viel Aufwand verzichtet werden könnte.“

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