Stadthallen-Gastro
Schulministerium rührt am Speiseplan kräftig mit

Ahlen -

Schulentscheidungen in Düsseldorf tangieren auch die Stadthallen-Gastronomie in Ahlen. Ein Wechsel in den Distanzunterricht heißt auch komplett neuer Speise- und Personalplan.

Montag, 12.04.2021, 18:01 Uhr aktualisiert: 12.04.2021, 18:10 Uhr
Dann eben Gyros: Küchenchef Thomas Kremser bereitet am Montagvormittag 40 Portionen für die Gesamtschule vor – statt 150 Mal Hähnchencurry.
Dann eben Gyros: Küchenchef Thomas Kremser bereitet am Montagvormittag 40 Portionen für die Gesamtschule vor – statt 150 Mal Hähnchencurry. Foto: Ulrich Gösmann

Gyros mit Pommes Krautsalat statt Hähnchencurry „Bombay“ mit Reis: Für den Abschlussjahrgang der Städtischen Gesamtschule dürfte die Speiseplan-Änderung am Montag schneller zu verdauen gewesen sein als für die Stadthalle, denn: Der am vergangenen Donnerstag in Düsseldorf ausgerufene Distanzunterricht bedeutete auch, die auf Wechselunterricht ausgerichtete Küchenorganisation für diese Woche erneut komplett umzustellen.

In solch einem Fall müssen wir wieder alles auf Null setzen.

Andreas Bockholt

Geschäftsführer Andreas Bockholt nimmt‘s dennoch sportlich. Sein Beispiel zeigt aber, dass Entscheidungen aus dem Düsseldorfer Schulministerium durchaus auch bis in die Küche der Ahlener Stadthallen-Gastronomie rühren können. Bockholt hatte über den Außer-Haus-Verkauf und die Kita-Versorgung mit täglich 150 Schulessen kalkuliert. Durch den Wechselunterricht wäre das Hähnchencurry „Bombay“ an zwei Tagen in Folge frisch zubereitet, aber nur einmal beim Lieferanten bestellt, in 300 Portionen an die Gesamtschule gegangen. Freitagmorgen dann die Korrektur auf dem Bildschirm: Nur noch 40 Essen für den Entlassjahrgang. Und das fortlaufend täglich wechselnd. Der komplette Speiseplan wurde storniert und neu aufgestellt. Zum Gyros am Montag kam das Schnitzel am Dienstag auf die Lieferantenliste. Und so setzte sich die Aktualisierung bis Freitag fort. Bockholt: „In solch einem Fall müssen wir wieder alles auf Null setzen.“ Inklusive Personalplan von der Küche über den Service bis hin zur Technik in den Teams A und B. Durch Stundenkürzungen gingen Kollegen jetzt in eine höhere Kurzarbeit. Nichtsdestotrotz: Auf die Unverbindlichkeit „Was passiert in der Folgewoche?“ seien alle eingestellt, betont der Geschäftsführer. Und: „Wir sind flexibel und machen das hier alle wirklich gerne.“

Kerngeschäft ist aktuell der Außer-Haus-Verkauf mit bis zu 150 Essen täglich. In Vor-Corona-Zeiten kam die Küchencrew auf bis zu 400 Essen. Darin noch nicht eingerechnet der Veranstaltungsbereich.

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