Fraktionssitzung zum Bürgerforum
CDU: Raumbedarf der VHS nachvollziehbar

Ahlen -

Mit dem Nutzungskonzept für das geplante Bürgerforum befasste sich am Dienstagabend einmal mehr die CDU-Ratsfraktion. Dazu erarbeitete sie einen neuen Vorschlag.

Mittwoch, 14.04.2021, 20:00 Uhr
Im Obergeschoss der Stadtbücherei soll die Volkshochschule eigene Räume bekommen.
Im Obergeschoss der Stadtbücherei soll die Volkshochschule eigene Räume bekommen. Foto: Dierk Hartleb

In der Sitzung, an der auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger teilnahm, stellte der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements (ZGM), Florian Schmeing, das von der Verwaltung noch einmal modifizierte Raumprogramm vor, welches für die Volkshochschule (VHS) vier weitere Unterrichtsräume im baulichen Kontext mit Stadtbücherei und neuer Stadthalle vorsieht (wie berichtet).

Die CDU würde diesen Vorschlag unterstützen, teilte Fraktionsvorsitzender Peter Lehmann am Mittwoch mit. Er verhehlte nicht eine gewisse Verwunderung darüber, dass die Verwaltung in ih­rer ursprünglichen Beschlussvorlage, die der Bürgermeister in der Ratssitzung am 25. März im Angesicht ei­ner drohenden Abstimmungsniederlage zurückgezogen hatte, dem aus seiner Sicht „nachvollziehbaren“ Raumbedarf der VHS noch nicht in ausreichendem Umfang Rechnung getragen habe. Nur die jetzt aufgezeigte Lösung biete aber die Chance, die heutige Außenstelle der VHS am Stephansweg komplett aufzugeben und die Fläche der ehemaligen Paul-Gerhardt-Schule ei­ner wirtschaftlichen Nutzung zuzuführen. Der Erlös wäre dann auch den vom ZGM mit einer Million Euro bezifferten Mehrkosten für die Erweiterung des Bürgerforums ge­genzurechnen, so Lehmann.

Austausch mit Kulturschaffenden

Auch mit Vertretern der Ahlener Kulturszene, unter ihnen Büz-Geschäftsführerin Christiane Busmann und der Co-Vorsitzende des Kunstvereins, Gerd Buller, tauschte sich die CDU am Dienstagabend im kleineren Kreis vor der eigentlichen Fraktionssitzung aus. Deren Einwand, dass die Kultur bei den konzeptionellen Überlegungen für das Bürgerforum bisher zu wenig Gehör und Berücksichtigung gefunden habe, bezeichnet Peter Lehmann im Gespräch mit unserer Zeitung als „verständlich“, die Kritik der SPD daran als „berechtigt“.

Die anschließende fraktionsinterne Beratung mündete in folgendem Vorschlag, den Lehmann auch bereits dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Richter schriftlich übermittelt hat: Der im Bürgerforum vorgesehene Non-Profit-Bereich zur kostenlosen Nutzung für Vereine und andere Gruppen soll nicht der Stadthalle zugeordnet werden, sondern in Verbindung mit Stadtbücherei und VHS einen eigenständigen Funktionsbereich „Begegnung, Bildung und Kultur“ bilden. Lehmann betont: „Das ist nur ein Arbeitstitel.“ Um diesen mit Leben zu füllen, solle eine Nutzungsanalyse, begleitet durch externe Projektpartner, erstellt werden, um unter Einbeziehung weiterer Kultur- und Bildungsträger mögliche zusätzliche Synergieeffekte zu ermitteln. Das Ziel, so Lehmann, sei es, „ein möglichst bürgernahes ,Kulturquartier‘ im Zentrum der Stadt inhaltlich auszugestalten“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7916446?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker