St.-Antonius-Schützenbruderschaft
Festabsage und Personalfragen

Tönnishäuschen -

Die St.-Antonius-Schützenbruderschaft bewegt derzeit nicht nur die Festabsage, die der Vorstand soeben per Rundbrief offiziell verkündet hat. Es wird in nächster Zeit auch darum gehen, wie die Führungsposten in Zukunft besetzt werden sollen.

Freitag, 16.04.2021, 05:55 Uhr aktualisiert: 16.04.2021, 06:01 Uhr
Schützen-Vorsitzender Heinrich Wördemann (r.) und sein Stellvertreter Hubertus Bühlmeyer räumen ihre Posten.
Schützen-Vorsitzender Heinrich Wördemann (r.) und sein Stellvertreter Hubertus Bühlmeyer räumen ihre Posten. Foto: Christian Wolff

Das zweite Jahr in Folge werden allerorts keine Schützenfeste ausgerichtet und demzufolge auch keine neuen Regenten gekrönt. Bei der Tönnishäuschener St.-Antonius-Schützenbruderschaft, die ihre Festabsage in diesen Tagen per Rundschreiben an die Mitglieder offiziell macht, kommen jetzt auch noch ungelöste Personalfragen hinzu.

Bereits am 26. März hatte die Stadt Ahlen alle Großveranstaltungen bis in den Sommer hinein abgesagt. „Auch unser Vorstand ist der Ansicht, dass ein Schützenfest in diesem Jahr nicht umsetzbar sein wird – gerade im Angesicht der dritten Corona-Welle“, so Schriftführer Maik Homann . „Um weitere laufende Kosten, zum Beispiel für eine Band-Buchung, zu vermeiden, werden wir nun rechtzeitig die Absage vornehmen.“

Ungeachtet dessen wollen die St.-Antonius-Brüder den aktuellen Mitgliedsbeitrag zum 5. Mai einziehen. „Damit möchten wir die finanzielle Lage des Vereins absichern“, erläutert das Vorstandsmitglied. „Beim nächsten Schützenfest – wir hoffen auf das Jahr 2022 – werden wir mit erheblichen Änderungen bei den Auflagen rechnen müssen.“ Die Schützen sind davon überzeugt, dass ihnen Kontaktnachverfolgungen und Hygienemaßnahmen auch im kommenden Jahr erhalten bleiben.

Mitgliederversammlung – so bald wie möglich

Falls es die gesetzliche Lage zulässt, möchte der Verein versuchen, kurzfristig eine Mitgliederversammlung abzuhalten. Voraussichtlich werde das nicht vor Herbst dieses Jahres möglich sein, doch auch hier wollen die Grünröcke keine Prognosen wagen.

Was die Tönnishäuschener neben der ohnehin schon traurigen Lage sehr bewegt hat, war der plötzliche Verlust des Kassierers: Raymund Grewe ist nach einer kurzen schweren Krankheit verstorben. Um weiter handlungsfähig zu bleiben, hat der verbliebene Vorstand satzungsgemäß eine kommissarische Nachfolgerin gesucht – und mit Melanie Kocker gefunden.

Trauer um verstorbenen Kassierer

Doch das ist nicht die einzige Personalie, die bei einer Mitgliederversammlung zur Disposition steht: Einige Vorstandsmitglieder werden von ihrem Posten vorzeitig zurücktreten, verkündete der Verein in seinem Rundschreiben. Somit stehen folgende Ämter der Bruderschaft zur Wahl: Vorsitzender, stellvertretender Vorsitzender, Kassierer, Kassenprüfer und vier Beisitzer. Eine große Aufgabe also, die St. Antonius zu stemmen hat, um seine vor gut 92 Jahren begonnene Tradition fortführen zu können. „Da der gesamte geschäftsführende Vorstand zurücktreten wird und gemäß Satzung ein stufenweises Ausscheiden vorgesehen ist, wollen wir per Mitgliederbeschluss einmalig die Laufzeiten der einzelnen Posten anpassen, um uns dem Auftrag der Satzung wieder anzunähern“, heißt es in der Mitteilung.

Jubilare werden nicht vergessen

Die Jubiläumsregenten und Vereinsjubilare seien trotz aller Beschränkungen nicht vergessen. Sie sollen auf dem nächstmöglichen Fest gebündelt geehrt werden. Vor zehn Jahren amtierten Wilfried Berkemeier und Annette Brüggemann, vor 25 Jahren Thomas Voß und Maria Humberg, vor 30 Jahren Bernhard Middrup und Agnes Untiedt.

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