Daldrup in „Rappelkiste“
„Visitenkarten der Stadt“ erhalten

Ahlen -

SPD-Bundestagsabgeordneter Bernhard Daldrup unterhielt sich mit Spielwarenfachleuten Markus Schier und Eileen Spork über die Belebung der Innenstadt.

Montag, 19.04.2021, 10:46 Uhr
Der Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup lüftet kurz die Maske für ein Selfie in der „Rappelkiste“. Zu sehen sind (v.l,): Bernhard Daldrup, Felix Markmeier-Agnesens, Eileen Spork, Markus Schier und Sebastian Richter.
Der Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup lüftet kurz die Maske für ein Selfie in der „Rappelkiste“. Zu sehen sind (v.l,): Bernhard Daldrup, Felix Markmeier-Agnesens, Eileen Spork, Markus Schier und Sebastian Richter. Foto: Bernhard Daldrup

„Es ist eine rasante Erfolgsgeschichte – trotz des Brandes der Firmenhalle 2019, der sicher ein herber Rückschlag war“, zeigte sich Bernhard Daldrup beeindruckt vom Spielwarengeschäft „Rappelkiste“. Markus Schier , Geschäftsführer und Inhaber, sowie Eileen Spork als Ladenleiterin an der Weststraße, empfingen eine kleine SPD-Delegation zu einem Meinungsaustausch über die Perspektiven des Einzelhandels und der Innenstädte angesichts der Corona-Pandemie.

Ahlens SPD-Fraktionsvorsitzender Sebastian Richter und der stellvertretende SPD-Vorsitzende im Kreis Warendorf, Felix Markmeier-Agnesens, begleiteten den Abgeordneten. „Neben den Hilfen für Unternehmen arbeiten wir an zusätzlichen Maßnahmen für die Belebung der Innenstädte“, erklärte Daldrup, der im Bundestag seitens der SPD für Kommunen und Stadtentwicklung zuständig ist. „Die Innenstädte sind die Visitenkarte der Städte und sie sind durch den zunehmenden Onlinehandel und andere Umbrüche, die durch Corona zugespitzt worden sind, bedroht“, konstatierte er. Die Verbände des Einzelhandels gingen von bis zu 50 000 Geschäftsschließungen bundesweit in diesem Jahr aus.

Bekenntnis zur Stärkung der Innenstädte

Mit einem klaren Bekenntnis zur Stärkung der Innenstädte unterstützte Markus Schier die Überlegungen, wusste aber aus eigener Erfahrung, dass der stationäre Einzelhandel sich selber verändern muss: „Die ,Rappelkiste‘ hat mittlerweile drei Standbeine. Unverzichtbar ist das Geschäft in der Innenstadt, aber immer wichtiger werden der Onlinehandel und die Vernetzung zum Großhandel für unser Unternehmen“, erläuterte er. „Das Netz kann aber die qualifizierte Beratung im Geschäft vor Ort nicht ersetzen, deshalb bleibt die Kundenorientierung vor Ort ein zentraler Faktor.“

Eine Feststellung, die Ladenleiterin Eileen Spork bestätigte: „Gerade im Spielwarenbereich wollen Eltern wissen, was sie ihren Kindern schenken und dazu ist ein Blick auf die Verpackung keinesfalls ausreichend.“ Der Handel funktioniere nur mit und nicht gegen das Internet, war sich auch Felix Markmeier-Agnesens sicher. „Da die meisten Kunden heute sowohl lokal als auch über das Internet einkaufen, muss der stationäre Händler die Vorteile und Strategien des Onlinehandels aufgreifen und beide Vertriebswege sinnvoll miteinander kombinieren.“

Konzertiertes Handeln der Gewerbetreibenden

Übereinstimmung zwischen den Beteiligten bestand darin, dass Innenstädte nur dann attraktiv sind, wenn sie lebendig bleiben: Branchenvielfalt, Attraktivität des öffentlichen Raums, kulturelle Vielfalt und Aktionen seien dabei ebenso wichtig wie konzertiertes Handeln der Gewerbetreibenden selbst. Auch der Stadt komme dabei als Initiatorin und Managerin von solchen Prozessen eine zentrale Rolle zu. „Die Städtebauförderung befindet sich mit 790 Millionen Euro seit Jahren auf Rekordniveau. Ohne das Geld des Bundes würde es keine Landesförderung geben“, so Daldrup.

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