Notbremse in Kitas
Betreuung nur in bestimmten Fällen

Ahlen -

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist hoch – jetzt greift die Notbremse. Das bedeutet, dass Eltern ihre Kinder nur in die Kita bringen dürfen, wenn keine andere Betreuungsmöglichkeit besteht. Zudem gibt es einige Ausnahmen.

Freitag, 23.04.2021, 12:04 Uhr
Ab Montag bleiben viele Kleiderhaken in den Kitas wieder leer. Nur eine Notbetreuung ist gestattet.
Ab Montag bleiben viele Kleiderhaken in den Kitas wieder leer. Nur eine Notbetreuung ist gestattet. Foto: Ulrich Gösmann

In den Kindertageseinrichtungen gilt ab Montag (26. April) ein Betreuungsverbot mit bedarfsorientierter Notbetreuung. Grund ist die bundesweit geltende Corona-Notbremse.

In der Notbetreuung, so die Stadt in einer Mitteilung, gelten weiterhin die Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung zu Hygiene, Maskenpflicht und Rückverfolgbarkeit, die verbindliche Umsetzung der Gruppentrennung und die dafür notwendige Stundenreduzierung um zehn Wochenstunden in Kindertageseinrichtungen. Eine Rückkehr von der bedarfsorientierten Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb erfolgt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen wieder unter 165 liegt.

Wer ist anspruchsberechtigt?

Anspruchsberechtigt für die bedarfsorientierte Notbetreuung sind folgende Kinder und Familien:

  • Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung.
  • Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen. Eltern sollen Kinderbetreuung nur dann in Anspruch nehmen, wenn eine Betreuung nicht anderweitig sichergestellt werden kann. Für den Fall, dass die Betreuung in Anspruch genommen wird, muss eine Eigenerklärung vorgelegt werden, dass eine Notbetreuung erforderlich ist (Muster unter ahlen.de).
  • Kinder, für die der Besuch eines Betreuungsangebots aus Gründen des Kinderschutzes erforderlich ist. Das ist der Fall, wenn der Besuch der Kindertagesbetreuung als Folge einer familiengerichtlichen Entscheidung oder im Rahmen von Maßnahmen und Schutzplänen nach dem Sozialgesetzbuch erforderlich ist sowie Kinder, die diese Angebote in Folge einer Entscheidung im Rahmen der Hilfen zur Erziehung nach dem Sozialgesetzbuch wahrnehmen.

Besondere Härtefälle

  • Besondere Härtefälle in Absprache mit dem zuständigen Jugendamt.
  • Kinder aus belasteten Lebenslagen beziehungsweise deren Lebenssituation mit einem erhöhten Bedarf einhergeht und die einen besonderen individuellen Bedarf haben. Diese Familien werden von den Kindertagesbetreuungsangeboten aktiv angesprochen und eingeladen.
  • Kinder mit Behinderungen und Kinder, die von wesentlichen Behinderungen bedroht sind, und bei denen dies von einem Träger der Eingliederungshilfe festgestellt wurde.
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7931541?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker