Enttäuschung macht sich bei den Linken breit
Nur noch ein Mandat im neuen Stadtrat

Ahlen -

Fraktionsstatus verloren: Die Linkspartei bekommt im neuen Ahlener Stadtrat nur noch einen Sitz.

Montag, 14.09.2020, 15:56 Uhr aktualisiert: 15.09.2020, 09:29 Uhr
Zwar lässt sich Reiner Jenkel (l.) die Freude an der Politik nicht nehmen, dennoch macht er am späten Sonntagabend keinen Hehl daraus, dass er sich für die Linkspartei vor Ort mehr erwartet hatte.
Zwar lässt sich Reiner Jenkel (l.) die Freude an der Politik nicht nehmen, dennoch macht er am späten Sonntagabend keinen Hehl daraus, dass er sich für die Linkspartei vor Ort mehr erwartet hatte. Foto: Martin Feldhaus

Es sind genau 3,30 Prozent, die bei der Wahl des Rates der Stadt Ahlen zugunsten der Linkspartei aufleuchten. Ein Ergebnis, mit dem die Mitstreiter von Reiner Jenkel keineswegs zufrieden sein können.

Am Sonntag steht den Linken ins Gesicht geschrieben, dass sie mehr erwartet haben. Denn gegenüber der vergangenen Wahl im Jahr 2014 bedeutet das aktuelle Ergebnis ein Minus von 1,5 Prozent. Dementsprechend reserviert stellt sich auch die Stimmung der Mitglieder dar, die den Eingang der Wahlergebnisse im Wahlstudio der Volkshochschule (VHS) in der Stadthalle verfolgen.

Bundestrend spielte offensichtlich eine Rolle

„Wir erwarten ein ähnliches Abschneiden wie vor sechs Jahren“, betont Fraktionsvorsitzender Reiner Jenkel zunächst vor dem Eintreffen erster Zahlen. Damit verbunden ist bei den Linken die Hoffnung „auf mindestens zwei Sitze im Rat“, um wieder eine Fraktion bilden zu können.

Diese Hoffnung wird allerdings nach dem Auszählen aller Stimmbezirke enttäuscht. Die besagten 3,30 Prozent, die erreicht werden, bedeuten lediglich ein Ratsmandat. Dementsprechend enttäuscht zeigt sich Jenkel. „Dass heute einige Parteien besonders zulegen, lässt sich nicht mit der Arbeit im Rat begründen“, betont er. Dort hätten auch die Fraktionen mit Verlusten in den vergangenen sechs Jahren gute Arbeit geleistet und bei zahlreichen wichtigen Entscheidungen mitgewirkt. Offensichtlich spiele daher der Bundestrend bei der Kommunalwahl eine Rolle.

Mit Blick auf die Wahl des Bürgermeisters bestätigt sich Jenkels Vorahnung, dass es keine Stichwahl geben könnte. „Wir hätten uns Hermann Huerkamp als Bürgermeister gewünscht“, bekennt er und erklärt sich den deutlichen Erfolg von Amtsinhaber Dr. Alexander Berger durch ei­nen möglichen „Amtsbonus“ bei den Wählern.

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