Drensteinfurt
Günstig wohnen im Alter

Dienstag, 24.02.2009, 05:02 Uhr

Drensteinfurt - Zum 1. März ziehen die Mieter ein. Wenige Tage davor herrschte aber noch einmal reger Fußverkehr im Haus mit der Nummer acht an der Sandstraße . Die Eigentümerin des neuen Gebäudes hatte am Sonntagnachmittag zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen und präsentierte das Konzept der Wohnanlage für Senioren.

„13 Wohnungen gibt es im Haus“, berichtete Bauherrin Maria Schmidt . Acht davon sind 61 Quadratmeter große Zwei-Zimmer-Wohnungen. Drei Wohnungen sind Rollstuhl gerecht. Das heißt, sie sind mit extra breiten Türen ausgestattet, Lichtschalter und Gegensprechanlagen sind niedriger angebracht, und man kann mit dem Rollstuhl Dusche und Waschbecken erreichen. Diese Wohnungen sind 70 Quadratmeter groß. Aber auch die kleineren Wohnungen sind komplett barrierefrei, ohne Stufen und Stolperfallen.

„Im Dachgeschoss gibt es noch zwei Wohnungen à 97 Quadratmeter“, sagt die Bauherrin. Diese allerdings seien frei finanziert, wohingegen der restliche Bau mit öffentlichen Mitteln gefördert worden sei. Deswegen liege die Miete in den geförderten Wohnungen auch bei nur 4,05 Euro pro Quadratmeter, berichtet Maria Schmidt. Die Mieter müssen allerdings auch einen Wohnberechtigungsschein vorlegen.

Wer von den Mietern möchte, der kann ein Betreuungsangebot des Deutschen Roten Kreuzes mitbuchen. Für rund 18 Euro monatlich kann er dann bei einer wöchentlichen Sprechstunde im Keller des Hauses die Beratung des DRK in Anspruch nehmen. Sylvia Erfkemper vom DRK betont, dass dies allerdings ein freiwilliger Service sei, und dass die Leute schon selbstständig in ihren Wohnungen leben. „Mit Pflegeheim hat das hier nichts zu tun.“

Vielmehr vermittele das DRK bei Bedarf „Essen auf Rädern“ oder sei bei der Antragsstellung behilflich. Außerdem können die Mieter einen Hausnotruf in Anspruch nehmen und damit per Knopfdruck Hilfe verständigen - zum Beispiel im Falle eines Sturzes.

Die Mieter, die nun in die Sandstraße ziehen, seien zwischen 60 und 91 Jahren alt, so Schmidt. Die Wohnlage sei für sie optimal, meint die Bauherrin. „Arzt, Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten, Kirche - alles ist zu Fuß erreichbar“, sagt sie. Wichtig ist ihr, zu betonen, dass es sich um Mietwohnungen, und nicht um Eigentumswohnungen handelt. Damit will sie Menschen mit einer geringen Rente ansprechen und ihnen ermöglichen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden selbstständig leben zu können.

Im Moment sind alle Wohnungen bereits belegt. Interessierte können sich auf einer Warteliste eintragen lassen und sich dazu bei Maria Schmidt unter Telefon 02508 / 9465 melden.

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