Drensteinfurt
Radweg muss weiter warten

Dienstag, 03.02.2009, 20:02 Uhr

Drensteinfurt - Neu ist der Wunsch, den die Drensteinfurter Grünen am Montagabend während der Beratung des Hauhaltsplanes im Stadtentwicklungsausschuss in Form eines Antrags auf den Weg bringen wollten, nicht. Der Zustand der Danziger Straße und des Radwegs , der östlich der Bahn über die Danziger Straße bis zur Josefstraße führt, beschäftigte vielmehr bereits des öfteren Verwaltung und Fachausschuss. Geändert hat sich seitdem jedoch nichts. Was die Grünen ärgert.

„Der Radweg endet zurzeit am Ende einer schlecht beleuchteten und nicht ausgebauten Stichstraße und ist daher für viele Radfahrer und Fußgänger gefährlich und nicht attraktiv“, heißt es im Antrag von Grünen-Ausschussmitglied Andreas Treydte. „Durch eine gute Anbindung an das bestehende Rad- und Fußwegenetz der Stadt wird die Josefstraße von Fußgängern und Radfahrern entlastet und ein Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit geleistet.“ Die Grünen forderten daher im Zuge der Haushaltsplanberatungen, die Fortführung des Radwegs von Bahnhof über Danziger Straße bis zur Josefstraße verbunden mit der Planungen des Endausbaus der Danziger Straße noch im Jahr 2009 zu beginnen. Die bestehenden Straßenschäden sollten zudem kurzfristig behoben und die Beleuchtung in diesem Bereich verbessert werden.

„Das ist ein sehr komplexes Thema“, erklärte Bauamtsmitarbeiter Werner Rohde , der darauf verwies, dass es bereits erste Gespräche mit den Anliegern bezüglich eines Endausbaus der Danziger Straße gegeben habe. Mit dem Ergebnis, dass sich die Anlieger alles andere als begeistert gezeigt hätten. Denn so sehr sich auch die meisten Anwohner eine intakte Straße wünschten, so wenig möchte ein jeder dafür in die Tasche greifen. Was sie aber müssten. Wird die Straße tatsächlich ausgebaut, dann dürften nämlich 80 Prozent der Kosten auf die Anlieger entfallen. „Eine Umsetzung dieser Maßnahmen gegen den Willen der Anwohner dürfte zumindest kurzfristig äußerst schwierig sein“, erklärte Werner Rohde. Was nicht bedeute, dass die Maßnahme „Danziger Straße“ bis zum „Sanktnimmerleinstag“ vertagt werde.

Wie bei derartigen Ausbaumaßnahmen jedoch üblich, müssten die Anlieger von Seiten der Stadt rechtzeitig - konkret zwei bis drei Jahre vor Baubeginn - über das Projekt informiert werden, damit sie sich auf die entsprechenden Forderungen einstellen können. Und auf der Liste der Straßen, die langfristig zum Ausbau anstünden, sei die Danziger Straße bereits enthalten. Der Antrag der Grünen auf zügigen Ausbau der Straße wurde daher abgelehnt.

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