Drensteinfurt
Kreuzritter bewacht die Mühle

Montag, 09.03.2009, 22:03 Uhr

Rinkerode - Im kommenden Jahr prägt die Rinkeroder Mühle schon seit 200 Jahren das Bild des Davertdorfes mit. Bis 1965 wurde Korn gemahlen. 1995 eröffnete das Mühlenmuseum , das seitdem stetig erweitert wurde. In seiner heutigen Pracht als Holländerwindmühle in Holzkonstruktion - wie nicht nur die Rinkeroder sie kennen und lieben - existiert die Mühle seit 1850, nachdem die 1810 von Graf von Galen erbaute Mühle durch ein Feuer zerstört worden war.

Damit sich dieses nicht wiederholt, stellte Dr. Horst Merten am Samstag das neue umfassende „Sicherheitskonzept“ vor, das aus drei Säulen besteht. Punkt eins ist der neue „Personenschutz“, der von nun an den Eingang des Mühlenmuseums rund um die Uhr bewacht. Verantwortlich für diesen speziellen Schutz ist ein Kreuzritter, „ein Recke aus echtem Mühlenschrott“, so Horst Merten.

Die Idee und Ausführung dieses Kunstwerkes lag in den Händen des Sendenhorster Künstlers Heinz Christ. „Uns gefällt die Skulptur sehr gut. Wir denken, dass sie eine Bereicherung für die Mühle ist und danken dem Künstler“, freute sich Merten nicht nur über diese neue Skulptur, denn darüber hinaus zieren die Mühle weitere Kunstwerke von Heinz Christ. Zudem passe der Kreuzritter gut zu dem Thema „Kreuz und quer“ des nächsten Mühlentages, der am Pfingstmontag stattfindet.

Punkt zwei des „Sicherheitskonzeptes“ sind die „Mühlengeister“, die selbst am helllichten Tag im Untergeschoss des Museums spuken. „Ben Uhlenbrock hat im letzten Jahr schon mit diesen Bildern begonnen. Seine kreative Arbeit ist jetzt zu einem guten Ende gekommen“, sagte Horst Merten zu den neuen Gespensterbildern, die nun die Wände zieren.

Die dritte Säule des Sicherheitskonzepts besteht aus drei Rauchmeldern, die die Freiwillige Feuerwehr in der Mühle installiert hat und die ein Feuer wie 1850 in Zukunft verhindern sollen.

„Sie haben ein ganz besonderes Talent. Sie schaffen es, die verschiedenen Dinge kreuz und quer zu verbinden: Kultur, Malerei, Technik, Literatur und noch mehr. Und sie haben das Talent, Menschen zu verbinden, sie schaffen Netzwerke“, wandte sich Bürgermeister Paul Berlage im Anschluss an die Besichtigung des Mühlenmuseums an Käte Merten . Er bedankte sich für die geleistete Arbeit und überreichte im Namen der Stadt Drensteinfurt eine finanzielle Unterstützung.

„Bei unseren Vorbereitungen zum Mühlentagsthema ,Kreuz und quer wurde uns bewusst, dass bei unseren bisherigen Förderertreffen etwas Entscheidendes fehlte, nämlich die Ehrung unserer langjährigen Aktiven mit Orden. Es gibt so schöne Kreuzorden, wie wir entdeckt haben“, wandte sich Käte Merten an die zahlreich erschienenen Unterstützer der Mühle. Humorvoll verlieh sie Klaus Hossenfelder und Barbara Kolter das „Bundesverdienstkreuz am schwarz, rot, goldenen Band“ für ihre lückenlose Kameraüberwachung an den zahlreichen Aktionstagen der vergangenen Jahre.

Das „Ährenkreuz“ bekam Dorothee Gödde, die seit Jahren das Café an den verschiedenen Aktionstagen organisiert. „Da Dorothee Gödde beim Brot- und Kuchenbacken sehr viel Mehl verarbeitet, und Mehl bekanntlich aus Kornähren gewonnen wird, halten wir für sie das ,Ährenkreuz am goldenen Band für angemessen“, so Käte Merten. Auch Bianca Engberding und Susanne Herzog wurde diese Auszeichnung verliehen.

Die beiden Musiker Dirk Fonfara und Sabine Folger Fonfara, die auch am Samstag für die musikalische Untermalung sorgten, erhielten für ihr langjähriges Engagement das „Eiserne Kreuz“. Dieter Gödde bekam für seine Arbeit an der Homepage den Orden „Pour le Moulin“ - angelehnt an den bekanntem Orden „Pour le Merit“, ebenso wie Inge Becker und Margret Sauerhoff. Den „Kreuz und Quer“-Orden überreichte Käte Merten Heinz Christ, Peter Becker, Friedhelm Sauerhoff, Hadwig Fonfara und Sabine Muth.

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