Drensteinfurt
Johannespassion in St. Regina

Dienstag, 23.02.2010, 15:02 Uhr

Drensteinfurt - Das Drensteinfurter Vokalensemble „DiWerseVoci“ plant gemeinsam mit der Chorgemeinschaft St. Bartholomäus Ahlen unter Leitung von Miriam Kaduk und Andreas Blechmann ein großes Konzert. Am Sonntag, 21. März, wird in der St.-Regina-Kirche um 19 Uhr die Johannespassion von Johann Sebastian Bach aufgeführt.

Begleitet werden die Chöre von der Kammerphilharmonie St. Petersburg. Die Solisten sind Walter Drees (Tenor und Evangelist) aus Aachen, Elke Große Venhaus (Sopran) aus Rinkerode, Annika Brönstrup (Alt) aus Münster und Burkhard Zass (Bass) aus Bonn. Die Jesus-Partie übernimmt Gesangsdozent Ludger Breimann aus Münster.

Die Uraufführung der bachschen Johannespassion war am 7. April 1724 während der Karfreitagsvesper in der Nikolaikirche. Unter Johann Sebastian Bachs Passionsmusiken, die zum Teil verschollen sind, gehören seit mehr als 180 Jahren die „Johannespassion“ (1723) und die „Matthäuspassion“ (1729) zum Standardrepertoire der abendländischen Musikgeschichte und zum weltweiten Kulturerbe. Obwohl sie Bach in nur sechs Jahren Abstand komponiert hat, sind beide Passionsmusiken in ihrer musikalischen Gestaltung grundverschieden. „In der Johannespassion dominiert die dramatische Schilderung des Leidens der königlich dargestellten Gestalt Christi („Herr unser Herrscher“) in seiner Auseinandersetzung mit Pilatus als dem Vertreter der weltlichen Macht und dem keifenden fanatisierten Volk, das in seiner von der Obrigkeit gesteuerten Verblendung in blindem Hass zu allem befähigt sein kann“, heißt es in der Ankündigung. Insofern sei die Deutung auch als zeitlos bis heute anzusehen. In tiefer Verinnerlichung endet das Geschehen in den eingängigen Chören der Trauer „Ruht wohl ihr heiligen Gebeine“ und der großen Zuversicht „Ach Herr lass dein lieb Engelein“, die wohl niemanden unbeeindruckt lassen könnten.

Die Johannespassion gehört zu den wichtigsten Werken musikalischer Weltliteratur. „Neben der Matthäuspassion gilt dieses Werk wohl zurecht als die intensivste Vertonung der Passionsgeschichte in der Barockzeit“, schreiben die Veranstalter.

» Der Eintritt beträgt zwölf Euro im Vorverkauf beziehungsweise 13 Euro an der Abendkasse. Karten für das Konzert sind ab sofort im Pfarrbüro St. Regina, Kirchplatz 4, und in der „Bücherecke“, Wagenfeldstraße 37, erhältlich.

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