Drensteinfurt
Minister-Visite an der Sandstraße

Sonntag, 25.12.2011, 02:12 Uhr

Drensteinfurt - „Alte Menschen haben das Recht, so zu leben, wie sie es wollen.“ Karl-Josef Laumann ist ein Mann der klaren Worte. Und das auf unkomplizierte Art. Was gestern nicht nur die Mitglieder der Drensteinfurter CDU-Fraktion, die den nordrhein-westfälischen Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Rahmen des Landtagswahlkampfes in die Wersestadt eingeladen hatten, erfuhren, sondern auch die Bewohner des Hauses Schmidt an der Sandstraße . Denen galt nämlich Laumanns Besuch, leben sie doch in einer Art Musterprojekt für die Stadt.

Was Eigentümerin Maria Schmidt dem Gast aus Düsseldorf gemeinsam mit den Bewohnern näher erläuterte. Und zwar von „Du zu Du“. „Na, wie gefällts Euch hier?“, lautete die Frage, mit der der aus Riesenbeck stammende Minister schnell das anfängliche Eis im Gespräch mit den Bewohnern des ersten in Privatinitiative gebauten, altengerechten Mehrfamilien-Mietshauses in Drensteinfurt brach. „Gut“, lautete die ebenso knappe wie aussagekräftige Antwort. Wie Laumann weiter erfuhr, verfügt das Haus an der Sandstraße über 13 Wohnungen, die allesamt lange vor Fertigstellung vermietet waren. „Und die Warteliste ist lang“, sagte Maria Schmidt.

Laumann lobte das Projekt „betreutes Wohnen“ - zehn der 13 Mietparteien haben einen freiwilligen Betreuungsvertrag unterzeichnet - ausdrücklich. „Man muss versuchen, die Zeit, die Menschen in stationärer Pflege verbringen, so kurz wie möglich zu halten“, so Laumann. „Allerdings muss man auch darauf achten, dass die Menschen nicht vereinsamen. Denn wenn Du nicht aus dem Haus kommst, dann wird der Tag mitunter lang.“

Nach dem Besuch des Hauses Schmidt machte sich Laumann ein Bild von den ähnlich konzipierten und zum Teil noch im Bau befindlichen Stadtvillen am Malteser-Stift - bevor die Wahlkampfreise weiterging.

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