Drensteinfurt
„Es geht nicht mehr“

Donnerstag, 17.02.2011, 23:02 Uhr

Drensteinfurt - Noch 184 Tage, dann feiert der Drensteinfurter Rennverein sein 100-jähriges Bestehen. Und zum Jubiläumsrenntag im Erlfeld soll es einige besondere Highlights geben. Die Vorbereitungen laufen bereits auf vollen Touren. Einer, auf den der Vorstand des Traditionsvereins viele Jahre lang bei der Vorbereitung und Durchführung des Großereignisses besonders zählen konnte, wird aber nur noch bedingt mit „anpacken“ können: Der Schermbecker Norbert Blum , der bislang den Posten des sportlichen Leiters des Rennvereins inne hatte, wird seinen Posten aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung stellen. „Es geht einfach nicht mehr“, erklärte Blum im Gespräch mit unserer Zeitung. Wie schon seit längerem feststehe, werde er sich voraussichtlich im Juni einer turnusmäßigen - aber dennoch riskanten - Operation unterziehen müssen. Und die gestatte es ihm nicht, in der „heißen Phase“ der Vorbereitung auf den Renntag am dritten Sonntag im August unterstützend einzugreifen. Was er in Vorstandskreisen bereits unmittelbar nach dem letzten Renntag mitgeteilt habe. „Alles andere wäre unsauber gewesen und nicht richtig“, wollte Blum von vornherein für klare Verhältnisse sorgen. Offiziell möchte der sportliche Leiter seine Position in der kommenden Generalversammlung des Rennvereins, die für Sonntag, 27. März, um 11 Uhr in der Gaststätte Averdung terminiert ist, zur Verfügung stellen.

Ein Abschied bedeutet der Amtsverzicht für Norbert Blum aber nicht. „Ich werde dem Rennverein auch langfristig beratend zur Seite stehen - allerdings nicht mehr in der Hauptfunktion als sportlicher Leiter“, betont der Schermbecker, dass er keinesfalls mit dem Verein „brechen“ wolle.

Für die Drensteinfurter Rennsportfreunde ist das Ausscheiden Blums ein herber Verlust. Nicht nur wegen seiner reichhaltigen sportlichen Erfahrung, sondern auch wegen seines großen Engagements. So hatte er etwa trotz seiner gesundheitlichen Probleme bis zuletzt auch große Teile der Aufgaben übernommen, die es vor einigen Jahren nach dem Ausscheiden des ehemaligen Geschäftsführers Herbert Lange auf andere Schultern zu verteilen galt.

Wie es im Vorstand der Trabrennfreunde weitergehen wird? Das wollte Klaus Storck noch nicht im Detail verraten. Nur soviel räumte der Rennvereins-Vorsitzende ein: „Wir werden jemanden dazu bekommen.“ Ein Großteil der Aufgaben, die es im Vorfeld des Renntages zu erledigen gilt, wolle er zudem selbst übernehmen. Wer der Kandidat für die Nachfolge Blums im Vorstand sein wird, das will der Vorstand den Vereinsmitglieder in der kommenden Generalversammlung bekanntgeben. Ebenso wie erste Details zum Rahmenprogramm des Jubiläumsrenntags.

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