Drensteinfurt
Welcher Job ist der richtige?

Montag, 18.07.2011, 22:07 Uhr

Drensteinfurt - Zum ersten Mal bietet die Christ-König-Hauptschule in diesem Jahr ein „ Bewerbungscamp “ für die 40 Schüler der neunten Klassen an. Das noch bis Mittwoch stattfindende Projekt soll die Neuntklässler auf die Zeit nach der Schule vorbereiten und beim Finden eines Ausbildungsplatzes unterstützen.

„Jeder der Schüler wurde intensiv auf dieses Projekt vorbereitet. Denn uns ist es sehr wichtig, jedem die Chance auf einen für ihn passenden und guten Arbeitsplatz zu geben“, sagt Hauptschul-Sekretärin Claudia Schemmelmann . Ziel des Projektes sei es, jedem der Jugendlichen zu zeigen, wie er Bewerbungen schreiben muss und wie er sich bei Vorstellungsgesprächen zu verhalten hat. Auch biete das Projekt Gelegenheit, seine eigenen Kompetenzen zu prüfen und sich ein Bild von seinem Traumberuf zu machen.

Unterstützt werden die Schüler bei ihrer Berufsvorbereitung von einigen Fachleuten, die den Neuntklässlern ihre Branchen vorstellen. „Die Schüler befinden sich im Moment in der Findungsphase. Das heißt, sie wissen nicht genau, was sie nach ihrer Schulzeit machen sollen. Jetzt sind wir hier, um die Jugendlichen auf den richtigen Weg zu bringen“, meint Werner Post, der als Zweiradmechanikermeister den Schülern die Kfz-Mechanik als Arbeitsgebiet präsentiert. „Die Jugendlichen sollten die jetzt anstehenden Ferien sinnvoll nutzen, um effektiv an ihren Berufszielen zu arbeiten“, schlug er vor.

Ähnlich sieht dies Antonius Stückmann, der den Neuntklässlern den Beruf des Elektronikers und das Telekommunikationswesen vorstellt. „Wir schauen, wo die Neigungen und Interessen der Schüler liegen und versuchen, diese zu vertiefen. So können wir ihnen Firmen vorschlagen und Stellenangebote heraussuchen. Außerdem versuchen wir, den Schülern Betriebsbesichtigungen oder Praktika zu sichern, sodass sie selber in das aktive Berufsleben hereinschnuppern können“, so Stückmann.

Im weiteren Verlauf des Projektes schreiben die Schüler Bewerbungen und Lebensläufe und werden auch in Sachen Outfit und Stil beraten. „Mechthild Bregenhorn als Farb- und Stilberaterin zeigt den Jugendlichen, wie man sich richtig zu Bewerbungsgesprächen anzieht. Fragen, wie ,bin ich so angemessen gekleidet? oder ,wie schminke ich mich? sollen nach diesem Projekt der Vergangenheit angehören“, sagt Claudia Schemmelmann. „Nachdem die Phase der Information und Beratung abgeschlossen ist, gehen die Schüler in einzelne Bewerbungsgespräche mit unseren ehrenamtlichen Fachleuten. Diese Simulationen sollen vollkommen realistisch sein. Denn nach dem Gespräch wird sowohl dem Schüler, als auch dem Berufstätigen ein Bewertungsbogen gegeben, sodass das Auftreten des Bewerbers beurteilt werden kann.“

Nachdem im Anschlussgespräch alle Unstimmigkeiten beim Auftritt des Schülers besprochen wurden, hat jeder die Chance, es in einer zweiten Bewerbungssimulation noch einmal zu versuchen und alles richtig zu machen. „Am Ende weiß also jeder Schüler, in welche Richtung sein Berufswunsch geht, wie er sich richtig bewirbt und zu verhalten hat, wenn es um den Kontakt mit zukünftigen Arbeitgebern geht“, fasst Schemmelmann zusammen.

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