Drensteinfurt
Kompromiss zur Konfliktvermeidung

Dienstag, 13.09.2011, 21:09 Uhr

Drensteinfurt - Der nachmittags nicht mehr bespielbare Spielplatz an der Drensteinfurter Grundschule bleibt ein Reizthema . In der Sitzung des Ausschusses für Familie, Jugend, Senioren und Soziales wurde am Dienstag nochmals über dieses Thema diskutiert.

Die Grünen hatten in einem an die Verwaltung gerichteten Fragenkatalog von einem „schlechten Kompromiss mit den Anliegern wegen des Baus der Gymnastikhalle“ gesprochen. Bürgermeister Paul Berlage verwies darauf, dass der Kompromiss mit den Nachbarn getroffen worden sei, um Konflikte zu vermeiden. Im Übrigen hätten auch die Grünen den Ratsbeschluss, in dem entschieden worden sei, den Bebauungsplan zu ändern, neue Parkplätze zu bauen, den Spielhügel zu versetzen und im Gegenzug einen neuen Spielplatz zu schaffen, mitgetragen. 28 Ja- bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung bedeuteten doch eine breite Mehrheit. „Wir setzen diesen Ratsbeschluss nun um“, betonte der Bürgermeister.

Paul Berlage betonte, dass es mit den Anwohnern keine Vereinbarung gebe, in der festgehalten sei, dass diese auf eine Klage verzichteten. „Wir haben überhaupt keine schriftliche Vereinbarung geschlossen“, stellte er klar. Um einen Kompromiss zu schaffen und jahrelange Konflikte zu vermeiden, seien mit den Nachbarn inhaltliche Dinge geregelt worden.

Der Bürgermeister versicherte, dass sowohl „Minilon“ als auch „Halli-Galli“ in den nächsten Jahren auf dem KVG-Gelände stattfinden würden. Vielleicht müsse in einigen Jahren über eine neues Konzept für „Halli-Galli“ nachgedacht werden.

Die Unterschriftenaktion sieht Paul Berlage als Bürgerantrag an. Dieser werde nun zunächst im Rat am 26. September behandelt und dann wohl an den Sozialausschuss verwiesen.

Dass zuletzt von einigen Bürgern eine kinderfreundlichere Stadt gefordert wurde, kann der Bürgermeister nicht nachvollziehen. Schließlich würden 35 000 Euro in die beiden neuen Spielplätze „Windmühlenweg“ und „Viehfeldstraße“ investiert. Auch dieser Ausgabe hätten die Grünen im Zuge der Haushaltsplanberatungen zugestimmt. Am Rande bemerkte Berlage, dass die Stadt, obwohl es nicht ihre Aufgabe sei, 71 000 Euro in die Ausweitung der U3-Betreuung investiere.

Der neue Spielplatz am Windmühlenweg habe, so der Bürgermeister, viele Vorteile. Dieser könne ein Spielplatz mit neuen Geräten sowie einem integrierten Bolzplatz werden. Dann könne unweit der Schule auch nachmittags Fußball gespielt werden. Das sei auf den Kunstrasenplätzen nachmittags unmöglich. Diese könnten nach Aussagen des Kreises Warendorf keinesfalls in einen allgemeinen Spielplatz umgewandelt werden, der auch außerhalb des Schulbetriebs nutzbar sei. Dies sei für den Schulspielplatz hingegen möglich. Dann müsste der Rat seinen Beschluss aus dem Jahr 2010 revidieren.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/210975?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F702674%2F702678%2F
Soll der Marienplatz neu gestaltet werden?
Pro & Contra: Soll der Marienplatz neu gestaltet werden?
Nachrichten-Ticker