Gasbohren
Keine städtischen Flächen für Erdgasgewinnung

Drensteinfurt -

Die Stadt Drensteinfurt soll keine städtischen Grundstücke für die unkonventionelle Erdgasgewinnung zur Verfügung stellen. Das wünscht sich Stefan Henrichs, Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen Gasbohren.

Donnerstag, 23.02.2012, 23:02 Uhr

Stefan Henrichs , Vorsitzender der Drensteinfurter Bürgerinitiative gegen Gasbohren , fordert, dass der Rat am kommenden Montag beschließen soll, dass keine städtischen Grundstücke zur Verfügung gestellt werden sollten, die für unkonventionelle Erdgasgewinnung genutzt werden könnten. Drensteinfurt sollte damit dem Vorbild der Stadt Hagen folgen, deren Stadtrat einen gleichlautenden Beschluss bereits gefasst hat.

Henrichs begründet seinen Antrag damit, dass es für die derzeit stark umstrittene Fördermethode zur Gewinnung von unkonventionellem Erdgas bis heute keine gesetzlichen Regelungen und Bürgerbeteiligungen gebe. Nicht kalkulierbare und nicht rückholbare Umweltschäden sowie zusätzliche Flächenversiegelungen seien zu befürchten. Der Lebensraum und die Lebensqualität der Stadt könnten stark beeinträchtigt werden.

Einschränken muss Stefan Henrichs allerdings, dass die Stadt gar keine Flächen besitze, die zur Förderung von unkonventionellem Erdgas in Frage kämen. Eine derartige Willenserklärung habe aber trotzdem „einen starken Symbolcharakter“.

Eine Entscheidung zu dieser Frage wird am Montag aber nicht gefällt. Laut Hauptsatzung der Stadt muss zunächst der zuständige Fachausschuss über Anregungen und Beschwerden beraten. In diesem Fall ist das Haupt- und Finanzausschuss, der wieder am Montag, 30. April, tagt.

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