FDP-Versammlung
Markus Diekhoff übernimmt

Drensteinfurt -

Markus Diekhoff ist neuer Vorsitzender der Drensteinfurter FDP. Er löst Erna Trojahn ab, die zehn Jahre an der Spitze der Partei gestanden hatte.

Freitag, 02.03.2012, 00:03 Uhr

FDP-Versammlung : Markus Diekhoff übernimmt
Harmonie herrschte bei der FDP-Versammlung (v.li.): Uwe Hagemann, Martin Kowalke, Burkhard Foto: -hoh-

Nach zehn Jahren als Vorsitzende des FDP-Stadtverbandes Drensteinfurt wurde Erna Trojahn am Donnerstagabend von Markus Diekhoff , ihrem ehemaligen Stellvertreter, abgelöst.

Der 33-Jährige nahm das Amt beim Ortsparteitag mit einer emotionalen Verabschiedung von Trojahn an und behauptete, wenn er nur halb so viel wie seine Vorgängerin erreiche, sei schon viel getan. Erna Trojahn betonte, dass sie nicht zurückgetreten sei, sondern sich nicht mehr zur Wahl gestellt habe, was einen großen Unterschied darstelle. Diekhoffs Stellvertreter ist nun Hans Schlüter, der weiterhin die Finanzen der FDP verwaltet. Zudem gehören Burkhard Wieland und Martin Kowalke der Parteispitze an. Die elf anwesenden Parteimitglieder wählten ihren Vorstand einstimmig. „Elf Freiheitskämpfer wählen ihre Vorreiter, die die Geschicke Drensteinfurts mitbestimmen wollen“, sagte der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Romberg, der beim Ortsparteitag als Versammlungsleiter fungierte.

Neben den Vorstandswahlen fand auch eine rege Diskussion über den Beschluss der Stadt, eine Sekundarschule zu errichten, statt. Die Liberalen äußerten Bedenken, dass die neue Sekundarschule zu umfassend diskutiert und somit die Situation der beiden anderen Schulen – Haupt- und Realschule – verschlechtert worden sein könnte. Die Stadt müsse ihnen genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie der neuen „Teamschule“. Bei der Partei auf große Ablehnung stieß vor allem, dass die neue Sekundarschule einer Gesamtschule zu ähnlich sei. Es gebe keine Oberstufe in dem Drensteinfurter Modell.

„Die Diskussion um die Sekundarschule war nur einer von zwei großen Aufregern im vergangenen Jahr“, resümierte Erna Trojahn in ihrem Jahresbericht. „Die Gasbohrungen auf Drensteinfurter Gebiet riefen letztes Jahr auch große Diskussionen hervor“, so Trojahn. „Wir haben dem nicht zugestimmt, da es noch zu viele Fragezeichen zu diesem Thema gibt, denn Fracking bleibt ein gefährliches Verfahren.“

Zu ihrem Ausscheiden sagte Erna Trojahn, dass es an der Zeit sei, die Geschicke der Stadt in die Hände von Jüngeren zu legen. „Meine Generation soll lieber die beratende Funktion einnehmen“, so Trojahn. Die ehemalige Vorsitzende ließ sich neben Uwe Hagemann, Brigitte Boden und Katja Durach, die am Donnerstag nicht anwesend sein konnte, zur Beisitzerin wählen. „Mit Markus Diekhoff als Vorsitzendem bin ich optimistisch gestimmt, dass wir stärker als vorher aus den momentan für die FDP schwierigen Zeiten hervorgehen“, hofft die Drensteinfurterin.

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