Festival „ReTour.1712 – Alte Musik für Junge Leute“
Total begeisterte Zuhörer

Walstedde -

Eröffnet wurde das Festival „ReTour.1712 – Alte Musik für Junge Leute“ am Mittwochabend in der Lambertus-Kirche in Walstedde mit dem Konzert der Festival-Dozenten. 130 Zuhörer waren begeistert.

Freitag, 08.06.2012, 15:06 Uhr

Das Festival „ReTour.1712 – Alte Musik für Junge Leute“ begann am Mittwochabend in der Lambertus-Kirche in Walstedde mit dem bejubelten Eröffnungskonzert der Festival-Dozenten. Rund 130 Zuhörer waren total begeistert, schreibt Dr. Andreas Sprinz in seinem Bericht.

Die Alte-Musik-Experten Gregor Hollmann (Cembalo, Orgel), Andreas Klingel (Barockvioline), Brigitte Meier-Sprinz (Blockflöten, Lauten), Cornelia Runte-Wolf (Barockvioloncello), Nino Saakadze (Cembalo, Olaf Tetampel (Bass, Viola da gamba) und Hajo Wienroth (Traversflöte) brachten dabei in den sieben Beiträgen Musik aus vielen Ländern Europas zu Gehör. Zu Beginn erklang eine bewegenden englische Trauerode, gefühlvoll vorgetragen von Bass Olaf Tetampel, der sich dabei gleich selbst auf der Viola da gamba begleitete. In der Chaconne von Tarquinio Merula und der Sonata von Bertali konnten die Zuhörer die seinerzeit sehr bekannten Melodien in den Bassstimmen der Instrumente hören, die auch heute noch so eingängig sind.

In einer Huldigungsmusik an den großen Jean Baptiste Lully komponierte sein Schüler François Couperin eine rauschende Suite für zwei Cembali, die die Luft in der Kirche erzittern ließ. Gregor Hollmann führte die Zuhörer in das Werk ein, in dem die französischen Widersacher Lullys am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. als Poltergeister der Unterwelt musikalisch karikiert und Lully schließlich in den Parnass der Unsterblichkeit aufgenommen wird. „Grandiose Musik, überragend gespielt“, so Andreas Sprinz

In zwei Werken von Georg Philipp Telemann konnte man die Traversflöte, Vorläufer der heutigen Querflöte, hören. Das Zusammenspiel der sieben Musiker begeisterte die Zuhörer, die zum Schluss mit donnerndem Applaus eine Zugabe forderten. Die Musiker bedankten sich mit einem brillanten Satz aus Telemanns e-moll Concerto im ungarischen Stil, in dem die Virtuosität von Travers- und Blockflöte, Gambe, Cello und den Cembali begeisterte.

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