50 Jahre Malteser
Hilfe für Zsambek

Drensteinfurt -

Seit 22 Jahren sind die Drensteinfurter Malteser in Ungarn aktiv. Der erste Kontakt entstand im Jahr 1990. Kurz nach der Öffnung der Grenzen zum ehemaligen Ostblock boten die Malteser bundesweit Informationsreisen an, um festzustellen, wo und in welchem Umfang Hilfe benötigt wird.

Freitag, 17.08.2012, 22:08 Uhr

Der erste Kontakt des Malteser-Hilfsdienstes nach Ungarn entstand im Jahr 1990. Kurz nach der Öffnung der Grenzen zum ehemaligen Ostblock boten die Malteser bundesweit Informationsreisen an, um festzustellen, wo und in welchem Umfang Hilfe benötigt wird.

Der damalige Drensteinfurter MHD-Stadtbeauftragte Heinz-Dieter Eckhoff schloss sich einer Delegation an, die Ungarn bereiste und sich in Budapest und weiteren ungarischen Orten ein Bild von der sozialen Situation machte. Die ersten Projekte der Drensteinfurter Malteser befanden sich daher in Budapest und Siofok. Der erste Hilfsgütertransport wurde im Dezember 1992 durchgeführt. Ziel war die ungarische Hauptstadt Budapest. Dort wurde der ungarische Malteser-Hilfsdienst („MMSZ“ oder „Magyar Maltai Szeretetszolgalat“) mit Kleidung und Sachspenden unterstützt, die vor Ort an hilfsbedürftige Menschen verteilt wurden. Des Weiteren wurden mehrere gebrauchte medizinische Geräte für ein Budapester Krankenhaus organisiert.

In Siofok halfen die Malteser beim Aufbau eines Altenheims. Gebrauchte Möbel, Pflegebetten, Rollstühle, Pflegematerial und vieles mehr wurde über mehrere Jahre an den Balaton gebracht. Diese Projekte konnten die Malteser schließlich in die Selbstständigkeit überführen, denn das Ziel war stets die Hilfe zur Selbsthilfe. Die Projekte werden so lange unterstützt, bis sie selbstständig und unabhängig weiter funktionieren.

Im August 1991 besuchte Papst Johannes Paul II. die ungarische Stadt Pecs. Mit sieben Helfern fuhren die Stewwerter MHD‘ler nach Ungarn, um die ungarischen Malteser bei der Betreuung der Pilger zu unterstützen.

Das aktuelle Ungarnprojekt liegt im Ort Zsambek, zirka 50 Kilometer westlich von Budapest. Dort wird eine Schule des örtlichen Prämonstratenserklosters unterstützt, die sozialbenachteiligten Kindern eine Schulausbildung und im Anschluss eine Berufsausbildung ermöglicht.

Dieses Projekt startete im Jahr 1993 mit der Gründung eines Tagesheimes für arme Kinder, in dem Ordensschwestern eine Schulausbildung anboten. Die Drensteinfurter Malteser lieferten Schulmöbel und Inventar für die Ausbildungswerkstätten. Des Weiteren erhielten die Ordensfrauen Bekleidung, die sie an hilfsbedürftige Menschen in Zsambek und Umgebung verteilten.

Heute besuchen rund 500 Schüler die Schule der Ordensschwestern. Mehr als 110 Schüler haben inzwischen sogar das Abitur dort bestanden. In der Berufsschule wird in den Berufen Schlosser, Maurer, Schreiner, Schneider, Koch, Informatiker und Sozialpflege ausgebildet.

Den nächsten Hilfsgütertransport nach Zsambek führen die Drensteinfurter Malteser vom 20. bis 25. August durch. Irmgard und Theo Avermann sowie Irmgard und Manfred Kraft werden sich dann mit dem Malteser-Lkw auf den Weg nach Ungarn machen.

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